Ungenügender Schutz: Corona-Ansteckung trotz Plastikvisiere

Besonders in der Gastronomie und im Verkauf werden Plastikvisiere als Schutzmassnahme gegen Corona eingesetzt. In Graubünden haben sich aber trotzdem Personen mit dem Virus angesteckt.

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Solche Platikvisiere würden nicht genügend Schutz gegen das Coronavirus bieten, so das Bündner Gesundheitsamt. (Symbolbild)

Solche Platikvisiere würden nicht genügend Schutz gegen das Coronavirus bieten, so das Bündner Gesundheitsamt. (Symbolbild)

Vickie Flores / EPA

(mg) «Die Analyse der Fälle und der Übertragungswege hat gezeigt, dass die insbesondere in der Gastronomie verbreiteten Plastikvisiere ungenügend Schutz vor Infektion bieten», schreibt das Graubündner Gesundheitsamt am Dienstag. Die Rückverfolgung der jüngsten Coronafälle im Kanton habe gezeigt, dass auch Personen, welche zum Schutz solche Plastikvisiere trugen, angesteckt wurden. Die Kantonsärztin rät deshalb vor der alleinigen Verwendung von diesen ab, da diese ein falsches Gefühl von Sicherheit vermitteln.

«Im Hinblick auf die Sommersaison wird Betrieben, welche sich bisher auf den Schutz von Plastikvisieren verlassen haben, eine Überarbeitung ihrer Schutzkonzepte empfohlen», heisst es in der Mitteilung. Auch in Graubünden kam es in den letzten Tagen zu neuen Coronafällen. Unter anderem in einem Hotel in Pontresina und einer Churer Bar.