Slalom Kranjska Gora
Trotz schwierigem Wetter: Zenhäusern fährt aufs Podest – Meillard wird sensationeller 4.

Die Bedingungen im letzten Slalom der Männer vor dem Weltcup-Final auf der Lenzerheide waren mit Schnee und Nebel garstig. Doch Ramon Zenhäusern fuhr solide aufs Podest. Das französische Super-Talent Clément Noël liess seinen Konkurrenten keine Chance.

Gina Kern
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Ramon Zenhäusern kämpft sich durch den Stangenwald und fährt solide aufs Podest.

Ramon Zenhäusern kämpft sich durch den Stangenwald und fährt solide aufs Podest.

EPA

Der Slalom von Kranjska Gora schreibt viele kleine und grosse Geschichten. Zuerst der Doppelsieg der Franzosen. Der erst 23-jährige Vogese Clément Noël realisierte in Slowenien seinen 8. Weltcup-Sieg. Zweiter wurde sein Teamkollege Victor Muffat-Jeandet, der 0.62 Sekunden auf seinen Kollegen verlor.

Die Schweizer

Dann die sensationelle Leistung unserer Schweizer. Ramon Zenhäusern fuhr solide aufs Podest! Der Walliser scheint eine spezielle Verbindung zur Piste in Kranjska Gora zu haben: 2018 fuhr er dort zum ersten Mal in seiner Karriere auf ein Slalom-Weltcup-Podest (3.) und 2019 feierte er am gleichen Ort seinen ersten Slalom-Weltcup-Sieg.

Dann Loïc Meillard. Der 24-jährige konnte seine bestechende Form bestätigen. Nach dem Riesen-Podest vom Samstag schrammte er mit 19 Hundertstel haarscharf am Podest vorbei - Rang 4 für den Neuenburger.

Die Kristallkugeln

Dann der Kampf um die kleine Kristallkugel. Der Österreicher Marco Schwarz führte vor dem Rennen die Wertung mit 140 Punkten Vorsprung vor Ramon Zenhäusern an. Und so reichte Marco Schwarz der 7. Rang um die kleine Kristallkugel vorzeitig für sich zu entscheiden.

Dann Marco Odermatts härtester Konkurrent Alexis Pinturault. Eigentlich kommen die Franzosen mit Schneefall und Nebel gut zurecht. Doch der Leader im Gesamtweltcup (31 Punkte vor Odermatt) zog im Slalom von Kranjska Gora einen schlechten Tag ein. Pinturault fädelte im zweiten Lauf kurz nach dem Start ein und schied aus. Nun wird das Duell Pinturault/Odermatt im Kampf um die grosse Kristallkugel noch einmal richtig lanciert.

Und eine weitere und letzte Geschichte schrieben am vorletzten Slalom der Saison die weiteren Schweizer: Daniel Yule beendete das Rennen auf Rang 11. Luca Aerni brachte den zweiten Lauf leider nicht ins Ziel.