Super-G in Garmisch
Österreicherin Hütter und Italienerin Brignone siegen zeitgleich – Schweizerinnen vom Winde verweht

Corinne Suter konnte beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen nicht nachdoppeln. Die Schwyzerin hatte bei ihrer Fahrt schwierige Bedingungen. Den Sieg teilten sich Cornelia Hütter und Federica Brignone.

Gabriel Vilares
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Corinne Suter kämpfte beim Super-G in Garmisch mit schwierigen Bedingungen.

Corinne Suter kämpfte beim Super-G in Garmisch mit schwierigen Bedingungen.

Keystone

Nach dem überlegenen Sieg bei der Abfahrt vom Samstag zählte Corinne Suter beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen tags darauf zu den grossen Favoritinnen. Darüber hinaus triumphierte die 27-jährige Schwyzerin vor zwei Jahren an gleicher Stelle in dieser Disziplin. Beste Vorzeichen für das letzte Rennen vor den Olympischen Spielen.

Doch Suter wurde auf der Kandahar vom Winde verweht. Im oberen Streckenteil war die Schweizerin noch schnell, im Mittelteil musste sie die Ideallinie verlassen und büsste Zeit ein. Weil ihr in der Zielschneise dann eine Brise um die Ohren wehte, konnte sie kein Tempo mehr aufbauen.

Die Abfahrts-Weltmeisterin liess sich davon aber nicht beeindrucken: «Das Resultat werde ich nicht überbewerten. Mit dem Wind hatte ich kein Glück, aber das ist halt der Skisport, der draussen stattfindet. Ich hoffe, dass das Glück dann in einem anderen Rennen auf meiner Seite sein wird.»

Suter mit viel Selbstvertrauen nach Peking

Suter zeigte sich mit ihrem aktuellen Formstand zufrieden. «Das Selbstvertrauen nehm ich nach Peking mit. Ich habe derzeit ein gutes Gefühl auf den Skiern und traue mir viel zu. Deswegen bin ich sehr zuversichtlich.» Am Ende büsste sie 1.03 Sekunden auf die Bestzeit ein und belegte zusammen mit Joana Hählen den 8. Rang.

Einen Ex-Aequo-Sieg feierten die Österreicherin Cornelia Hütter und die Italienerin Federica Brignone. Bei beiden stoppte die Zeitmessung nach 1:18.19 Minuten. Mit Tamara Tippler (+0.82) folgte einen weitere Österreicherin auf dem 3. Rang.

Jasmina Suter beste Schweizerin

Beste Schweizerin in Oberbayern war Jasmina Suter. Die 26-jährige Schwyzerin klassierte sich auf dem 7. Rang und war damit die dritte Schweizerin in den Top 10. Für Noemie Kolly (15.), Jasmine Flury (22.) und Priska Nufer (28.) gab es ebenfalls Weltcup-Punkte.

Wie bereits bei der Abfahrt waren einige Top-Fahrerinnen auch bei diesem Rennen aus verschiedenen Gründen abwesend. So fehlten beispielsweise Sofia Goggia, Lara Gut-Behrami, Michelle Gisin oder Mikaela Shiffrin.

Nun geht es für die letzten Athletinnen nach Peking. Die erste Medaillenentscheidung im alpinen Ski-Wettbewerb fällt dort bei der Männer-Abfahrt am 6. Februar. Tags darauf wird im Riesenslalom der Frauen ein Medaillensatz vergeben.

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