Super League
Meister FC Zürich stellt Franco Foda als neuen Coach vor: «Keine einfache Aufgabe, deshalb bin ich hier»

Franco Foda übernimmt den Posten des Cheftrainers beim Meister FC Zürich. Der 56-jährige Deutsche beerbt damit den in die Bundesliga abgewanderten André Breitenreiter.

Gabriel Vilares
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Franco Foda wird am Mittwochnachmittag beim FC Zürich als neuer Cheftrainer vorgestellt.

Franco Foda wird am Mittwochnachmittag beim FC Zürich als neuer Cheftrainer vorgestellt.

Keystone

Pressekonferenz ist beendet

Franco Foda unterschreibt beim FC Zürich einen Zweijahresvertrag. Der 56-jährige Deutsche amtete von November 2017 bis Ende März 2022 als österreichischer Nationaltrainer, wo er sich für die EM-Endrunde qualifizierte und 2021 mit Österreich erstmals bis ins Achtelfinal einer EM vorstiess. Der neue Coach nimmt seinen Trainerstab aus Österreich mit und erhält von den Co-Trainern Thomas Kristl und Imre Szabics Unterstützung. 

Canepa über Wilfried Gnonto

«Ich war überrascht, das alles so schnell ging und das Aufgebot für die A-Nationalmannschaft bereits erfolgt ist. Das Debüt war sensationell. Im Moment herrscht ein riesiger Hype. Wir bleiben aber gelassen. Er hat noch ein Jahr Vertrag. Wir zeigen uns nur gesprächsbereit, wenn ein Top-Klub kommt.»

Foda über die Zeit als Nationaltrainer

«Als Nationaltrainer ist man mehr unterwegs, hat vor allem im Bereich Kommunikation viel um die Ohren. Weniger Arbeit ist es definitiv nicht.
Ich stehe gerne mit Spielern auf dem Platz. Deshalb kehre ich wieder in den Klubfussball zurück. Die tägliche Arbeit hat mir etwas gefehlt.»

Der neue Trainer bietet Kontinuität

Franco Foda war unter anderem zwischen 2006 und 2012 Übungsleiter bei Sturm Graz, zwischen 2017 und März 2022 bei der österreichischen Nationalmannschaft. Ein Coach, der Kontinuität bietet. Für FCZ-Präsident Ancillo Canepa war das auch ein wichtiger Faktor: «Wir wollen so lange wie möglich mit einem Trainer zusammenarbeiten. Seine bisherige Stationen haben uns beeindruckt. Wir wünschen uns Nachhaltigkeit auf dem Posten des Cheftrainers.»

Noch keine Zielsetzung

Der neue Coach will sich in Bezug auf die Zielsetzung noch nicht auf die Äste rauslassen: «Ich versuche immer das Optimum zu erreichen. Wir kennen das genaue Kader für die kommende Saison noch nicht. Sobald wir alle beisammen haben, werden wir entsprechend kommunizieren.»

Foda über seine Fussballidee

«Ich möchte einen aktiven Fussball spielen lassen. Ich habe gerne viel Ballbesitz. Ich denke, dass meine Spielidee kompatibel mit derjenigen von André Breitenreiter ist.»

Die Fussstapfen sind gross

Die Fussstapfen seines Vorgängers André Breitenreiter sind gross. Nichtsdestotrotz traut sich Franco Foda diese Aufgabe zu: «Wir können mit einigen Anpassungen im Kader auch das nächste Jahr erfolgreich sein. Ich weiss, dass es keine einfache Aufgabe wird. Aber genau deshalb hat mich der FCZ geholt. Ich bin mit Graz auch schon Meister geworden und weiss, wie schwierig es ist, einen solchen Coup zu wiederholen.»

Franco Foda übernimmt beim FC Zürich

«Ich habe gespürt, dass wir nach so einer erfolgreichen Saison weiter erfolgreich arbeiten können. Wir möchten ein weiteres Kapitel schreiben. Ich kann es kaum erwarten, die Mannschaft zu übernehmen.»

Wer übernimmt beim Meister?

André Breitenreiter hat den FC Zürich in Richtung Bundesliga verlassen und heuert nun bei der TSG Hoffenheim an. In wenigen Augenblicken stellen die Zürcher ihren neuen Trainer vor. In den Medien geistert immer wieder der Name des Deutschen Franco Foda rum. Der 56-Jährige war zwischen 2017 und März dieses Jahres an der Seitenlinie der österreichischen Nationalmannschaft.

Franco Foda trainierte zuletzt die Nationalmannschaft von Österreich.

Franco Foda trainierte zuletzt die Nationalmannschaft von Österreich.

Keystone