Biathlon
Benjamin Weger blickt optimistisch auf die Olympia-Saison: «Es wird gut kommen»

Die Biathletinnen und Biathleten starten am Wochenende in die neue Weltcup-Saison. Einmal mehr im Fokus steht der Walliser Benjamin Weger.

Simon Wespi
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Benjamin Weger hat mehr Intervall-Trainings eingeschoben.

Benjamin Weger hat mehr Intervall-Trainings eingeschoben.

Keystone

Dort, wo die letzte Weltcup-Saison im März beendet wurde, wird am Samstag die neue Biathlon-Saison lanciert. Im schwedischen Östersund starten die Männer im Einzel über 20 km und die Frauen über 15 km in den Olympia-Winter. Am Sonntag folgen die Sprint-Rennen.

Swiss-Ski hat für den Auftakt in Östersund je fünf Athletinnen und Athleten selektioniert. Zum Aufgebot gehören bei den Frauen Amy Baserga, Aita Gasparin, Elisa Gasparin, Selina Gasparin und Lena Häcki sowie bei den Männern Joscha Burkhalter, Jeremy Finello, Niklas Hartweg, Sebastian Stalder und Benjamin Weger. Letzterem werden auch in dieser Saison die grössten Erfolge zugetraut. Weger zeigte sich sowohl in der vergangenen Weltcup-Saison als auch bei den letzten Olympischen Spielen 2018 für die stärksten Schweizer Resultate im Biathlon verantwortlich.

Das Höhentraining wurde gestrichen

Die Saison-Vorbereitung Wegers lief wunschgemäss. Das jährliche Höhentraining wurde gestrichen. «Wir haben es im Sommer 2020 noch einmal probiert, wirklich aufgegangen ist es jedoch nicht. Diesmal haben wir entschieden, das Höhentraining wegzulassen und dafür das eine oder andere Intervall-Training mehr einzuschieben», erklärt der 32-Jährige im Interview bei Swiss-Ski. «Heuer war ich vom ersten Tag an auf einem viel besseren Leistungsniveau als im Vorjahr. Ich konnte die Trainings mit einer höheren Qualität absolvieren», bilanziert Weger die Vorbereitungen auf die bevorstehende Saison und ergänzt:

«Es wird gut kommen – wie gut,
das werden wir sehen.»

Nach einer langen Durststrecke lief Benjamin Weger im vergangenen Januar beim Massenstart in Oberhof erstmals seit neun Jahren wieder auf ein Weltcup-Podest. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit fiel dabei stets bescheiden aus. «Es ist vor allem der Podestplatz, den die Leute wollen. Mit einer identischen Leistung werde ich am Tag X Fünfter, am Tag Y kann ich dann Zweiter sein. In der angesprochenen Zeitspanne realisierte ich 47 Top-10-Resultate – ohne Staffeln. Ich habe es extra mal nachgezählt», so der Walliser Biathlet.

Das Highlight des Winters sind zweifellos die Olympischen Spiele in China. Für Weger steht dabei das Gesamterlebnis im Vordergrund. «Ich denke nicht an ein bestimmtes Resultat». Weger erreichte 2018 in Pyeongchang zwei olympische Diplome.

Häcki und die Gasparins

Vor zwei Jahren hatten die drei Gasparin-Schwestern zusammen mit Lena Häcki in Östersund den ersten Weltcup-Podestplatz einer Schweizer Frauen-Staffel herausgelaufen. Das Quartett musste sich damals als Zweite nur Norwegen geschlagen geben. Auch in diesem Jahr sind die Ambitionen hoch. Die Frauen tragen ihr erstes Staffel-Rennen am 4. Dezember aus – ebenfalls in Östersund.

Die Engelbergerin Lena Häcki möchte auch heuer mit der Staffel aufs Podium laufen.

Die Engelbergerin Lena Häcki möchte auch heuer mit der Staffel aufs Podium laufen.

Keystone

Der Weltcup-Tross der Biathletinnen und Biathleten wird in diesen Winter an acht Stationen in sieben Ländern zum Wettkampf antreten. Erstmals überhaupt werden Benjamin Weger und Co. in Estland in Otepää auf Podest-Jagd gehen. Ab übernächster Saison wird dann auch die Lenzerheide erstmals Station im Weltcup-Zirkus sein. 2025 finden im Bündner Wintersportort die Biathlon-Weltmeisterschaften statt.

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