Bundesliga
Bayern München dreht Partie gegen Mainz

Ungewohntes Bild in der Allianz-Arena zu München. Bayern liegt zur Pause 0:2 in Rückstand, dreht danach auf und bezwingt Mainz 05 dennoch mit 5:2.

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Musste lange einem Rückstand nachrennen: Thomas Müller (rechts) im Bayern-Dress.

Musste lange einem Rückstand nachrennen: Thomas Müller (rechts) im Bayern-Dress.

EPA

(swe/sid) Robert Lewandowski klatschte erleichtert seine Teamkollegen ab. Mit einem Doppelpack hatte der Weltfussballer entscheidenden Anteil daran, dass Bayern München einen Fehlstart 2021 gerade noch verhindert hat.

Jonathan Burkardt (32.) und Alexander Hack (44.) brachten Mainz – der Schweizer Martin Schmidt übernahm den Posten des Sportdirektors – verdient in Führung. Doch die Münchner kamen auch nach dem achten Rückstand in der Liga in Serie zurück und verhinderten die erste Heimpleite seit über 13 Monaten: Mittelfeld-Boss Joshua Kimmich (50.), Sorgenkind Leroy Sane (56.), der eingewechselte Niklas Süle (70.) und eben Lewandowski (75., Foulelfmeter/82.) trafen.

Der Mainzer Interimscoach Jan Siewert, Platzhalter für den neuen Trainer Bo Svensson, wollte die Bayern mutig unter Druck setzen – und das tat seine Mannschaft bravourös. Mit schnellem Umschalten in der Offensive schaffte Mainz immer wieder Überzahl. Beim 0:1 fühlte sich Jérôme Boateng von Burkardt regelwidrig angerempelt; der Rekordmeister protestierte lautstark, aber vergeblich. Der bis dahin unauffällige Lewandowski hatte den Ausgleich auf dem Fuss (36.). Doch Debütant Finn Dahmen, der Stammkeeper Robin Zentner (Rücken) gut vertrat, parierte stark. Schon Robin Quaison hätte erhöhen können (40.), was dann Hack nach dem Freistoss von Daniel Brosinski per Kopf tat.

Bayern benötigte einen Weckruf

Nach der Pause verhinderte Neuer gegen Manz-Kapitän Danny Latza das 0:3 (48.). Es war der endgültige Weckruf für die Bayern, die mit dem eingewechselten Leon Goretzka im Mittelfeld stabiler standen und nun zur Aufholjagd bliesen. Lewandowski legte für Kimmich auf, der per Kopf zum Anschluss traf. Der Mittelfeld-Chef höchstpersönlich bereitete für Sane vor, der wie einst Arjen Robben von rechts nach innen zog und aus 18 Metern kunstvoll vollstreckte.

Mainz blieb mutig. Erst ein Gewaltschuss des aufgerückten Süle wendete letztlich das Blatt. Ein Foul von Leandro Barreiro an Serge Gnabry führte zum Elfer, den «Lewa» sicher zu seinem 18. Saisontreffer verwandelte. Gnabry humpelte danach angeschlagen vom Platz, Lewandowski legte Tor Nummer 19 nach.

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