Bundesliga
Dank zwei späten Toren: Dortmund dreht Spiel in Frankfurt

Borussia Dortmund sieht in Frankfurt lange wie der Verlierer aus. Wieder macht der BVB in der Abwehr folgenschwere Fehler. Dann aber stimmt die Moral. Zwei späte Tore lassen die Dortmunder jubeln.

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Grosse Freude nach dem Sieg-Tor: Die Dortmunder jubeln nach dem Tor zum 3:2.

Grosse Freude nach dem Sieg-Tor: Die Dortmunder jubeln nach dem Tor zum 3:2.

Keystone

Bayern-Verfolger Borussia Dortmund hat in einer irren Schlussphase den Fehlstart in die Bundesliga-Rückrunde abgewendet. Insbesondere dank der späten Tore von Jude Bellingham (87.) und Mahmoud Dahoud (89.) kam der BVB am Samstagabend bei Eintracht Frankfurt nach 0:2-Rückstand noch zu einem 3:2 (0:2). Der Rückstand auf den Rekordmeister aus München beträgt nun nur noch sechs Punkte. Die Bayern hatten am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach verloren (1:2).

«Wir haben einen geilen, emotionalen Sieg eingefahren», sagte Abwehrchef Mats Hummels bei Sky, der aber mahnte: «Wir kassieren ständig aus Situationen Tore, aus denen keine Tore fallen dürfen.» Das passiere «viel zu oft, diese Stabilität ist das, was wir uns auf die Fahne schreiben müssen, wenn wir irgendwas erreichen wollen».

Rafael Borré hatte die Eintracht mit einem Doppelpack (16./24. Minute) zunächst in Führung gebracht. Nach dem Anschlusstreffer durch Thorgan Hazard (71.) drängte der BVB aber auf weitere Tore - und belohnte sich. Die Hoffnung von Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, nach dem schwachen Jahresausklang 2021 «neu zu starten», erfüllte sich damit. Frankfurts Oliver Glasner verpasste als Trainer den ersten Sieg im sechsten Duell gegen Dortmund knapp.

Kobel sieht beim Gegentor nicht gut aus

Die BVB-Profis machten von der ersten Minute an mächtig Druck und hätten die Gastgeber schnell überrumpelt, wenn nicht Eintracht-Keeper Kevin Trapp einen Schuss von Thomas Meunier nicht in Weltklassemanier noch am rechten Pfosten gelenkt hätte (2.). Eine gute Viertelstunde lang dominierten die Dortmunder das Spiel, bis die Eintracht die erste Chance nutzte: Nach Freistoss von Filip Kostic erzielte Borré mit gestrecktem Bein aus der Nahdistanz die Führung, wobei Gregor Kobel, der Schweizer Goalie im BVB-Kasten, keine ganz glückliche Figur machte.

Gregor Kobel sah sich nach 15 Minuten das erste Mal bezwungen.

Gregor Kobel sah sich nach 15 Minuten das erste Mal bezwungen.

Keystone

Das Gegentor brachte die Gäste völlig aus dem Konzept, plötzlich lief so gut wie nichts mehr zusammen beim Champions-League-Starter. Dagegen gab der Treffer der Eintracht enormen Auftrieb, die nun die völlig verunsicherten Borussen dominierten und durch das sechste Saisontor von Borré zum 2:0 kamen. Wieder hatte Kostic mit einem harten Pass in die Mitte die Vorarbeit geleistet.

Danach hätte es noch schlimmer für den BVB kommen können, als erst Evan N’Dicka den Ball an den Pfosten setzte (29.) und Jesper Lindström nach einem Solo nur das Aussennetz traf (34.). Der Däne stand unerwartet in der Startelf, nachdem er am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Ein erneuter Test kehrte das Ergebnis um.

BVB ohne Akanji

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hatte die Borussia, ohne Manuel Akanji der nach seiner Knie-Operation noch nicht bereit war, die Chance zum Anschlusstor. Nach einem Kopfball von Mats Hummels, den Trapp wieder bravourös abwehrte, traf Donyell Malen im Nachschuss nur den Pfosten. Im zweiten Durchgang hatten sich die Dortmunder wieder gefangen und drängten die Platzherren zunehmen in die Defensive.

Hazard belohnte die Bemühungen zum Anschlusstreffer. Nach einem Pass von Ausnahmestürmer Erling Haaland, von dem insgesamt wenig Gefahr ausging, tunnelte Hazard Eintracht-Torwart Trapp mit einem Flachschuss. Bellingham und Dahoud setzten in der Schlussphase der Aufholjagd die Krone auf. (dpa/swe)

Die weiteren Spiele am Samstag:

  • RB Leipzig - Mainz 05 4:1
  • Bayer Leverkusen - Union Berlin 2:2
  • SC Freiburg - Arminia Bielefeld 2:2
  • TSG Hoffenheim - FC Augsburg 3:1
  • Greuther Fürth - VfB Stuttgart 0:0