DFB-Pokal
St. Pauli schaltet Dortmund aus, Köln scheitert nach Penalty-Chaos

Borussia Dortmund zieht beim Zweitligisten aus Hamburg den Kürzeren. Ein ähnliches Schicksal ereilt den 1. FC Köln, auf denkbar kuriose Art und Weise. Der Dienstagabend im DFB-Pokal in der kompakten Übersicht.

Dan Urner
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Partystimmung auf St. Pauli: Die Hamburger schalteten Borussia Dortmund aus.

Partystimmung auf St. Pauli: Die Hamburger schalteten Borussia Dortmund aus.

Keystone

FC St. Pauli – Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
Dass der FC St. Pauli ein äusserst unbequemer Gegner sein kann, gerade im berüchtigten Millerntorstadion, war bereits im Vorfeld klar gewesen. Und doch darf der Sieg über Borussia Dortmund als faustdicke Überraschung klassifiziert werden. Der Zweitligist erwischte gegen den BVB durch Etienne Amenyido einen Blitzstart, gerade knapp vier Minuten waren gespielt. Ein Eigentor von Axel Witsel erhöhte noch vor der Pause (40. Minute). In der zweiten Halbzeit kamen die verdutzten Gäste per Handspenalty noch zum Anschlusstreffer durch Erling Haaland (58.) – zu mehr aber nicht mehr.

VfL Bochum – 1. FSV Mainz 05 3:1 (0:1)
Das einzige Bundesliga-interne Duell des Abends verlief zunächst ganz und gar nach dem Gusto des FSV Mainz 05, der seine Feldüberlegenheit dank Karim Onisiwo zur Führung ummünzte (36.). Doch der gastgebende VfL Bochum förderte nach dem Seitenwechsel eine frappante Leistungssteigerung zutage und drehte innert weniger Minuten die Partie: Zunächst verwandelte Milos Pantovic einen fälligen Foulpenalty (56.); kurz darauf schloss der Serbe einen mustergültigen Konter mit einem sehenswerten Heber ab (59.). Eduard Löwen sorgte später für den Endstand (80.).

1. FC Köln – Hamburger SV 3:4 i.P. (1:1, 0:0, 0:0)
Bundesligist 1. FC Köln und Zweitligist Hamburger SV lieferten sich ein enges Duell, schenkten sich nichts und zogen die ausgeglichene Partie bis ins Elfmeterschiessen. Dort sorgte HSV-Stürmer Robert Glatzel in der 92. Spielminute per Kopf für die Führung der Gäste, die sich kurz vor Abpfiff um den Sieg nach Verlängerung brachten: Sebastian Schonlau hielt Anthony Modeste im Strafraum, der gefoulte Angreifer liess sich die unverhoffte Chance per Elfmeter nicht nehmen (120.+2).

Im Penaltyschiessen fiel die Entscheidung auf denkbar kuriose Art und Weise: Kölns Florian Kainz verwandelte sicher – doch nur scheinbar. Weil der Österreicher bei seinem Versuch leicht wegrutschte und sein eigenes Standbein anschoss, wurde der Treffer sogleich annulliert. Und Hamburg durfte feiern.

Florian Kainz (links) konnte es nicht fassen. Sein Penalty-Tor war irregulär, der HSV durfte jubeln.

Florian Kainz (links) konnte es nicht fassen. Sein Penalty-Tor war irregulär, der HSV durfte jubeln.

Keystone

TSV 1860 München – Karlsruher SC 0:1 (0:0)
Der Karlsruher SC hat seine Pflichtaufgabe bewältigt und ist in den Viertelfinal eingezogen – wenn auch mit Mühe. Beim drittklassigen TSV 1860 München fuhr der Zweitligist einen veritablen Arbeitssieg ein, gerade in der ersten Halbzeit vermochte der KSC nicht zu überzeugen. Passenderweise fiel der Treffer des Tages durch einen Handspenalty, Marvin Wanitzek verwandelte in der 69. Minute.

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