Europa League
0:1 bei Arsenal: Der FC Zürich verabschiedet sich aus dem internationalen Wettbewerb

Ein sich achtbar schlagender FCZ verliert beim englischen Tabellenführer FC Arsenal mit 0:1 – und verpasst es trotz einer Niederlage seines direkten Konkurrenten, europäisch zu überwintern.

Dan Urner
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Der Zürcher Adrian Guerrero (rechts) im Zweikampf mit Reiss Nelson.

Der Zürcher Adrian Guerrero (rechts) im Zweikampf mit Reiss Nelson.

Keystone

Der FC Zürich hat sich mit einer Niederlage aus dem europäischen Wettbewerb verabschiedet. Der couragiert auftretende Schweizer Meister verlor das abschliessende Europa-League-Vorrundenmatch beim FC Arsenal knapp mit 0:1. Der FCZ verpasst infolge der fünften Pleite im sechsten Spiel auch ein Überwintern in der Conference League und scheidet als Gruppenletzter aus.

Zuletzt hatte sich in der Formtendenz der Zürcher ein erster Aufwärtstrend abgezeichnet, waren dem Team von Bo Henriksen doch erstmals zwei Pflichtspielsiege in Folge geglückt, darunter der erlösende erste Vollerfolg in der Super League. Und weil Konkurrent Bodö/Glimt parallel der PSV Eindhoven unterlag, hätte sich der Stadtklub mit einem Sieg Gruppenrang drei sichern können – gleichbedeutend mit einem Platz in der Conference League. Doch die «Gunners» stellten sich am Ende auch mit einer B-Elf – auch der Schweizer Granit Xhaka fehlte, allerdings gelbgesperrt – als eine Nummer zu gross heraus.

Der gegenwärtige Leader der englischen Premier League sah sich zu keinem Zeitpunkt gezwungen, seine Leistungsgrenzen ultimativ auszureizen. Dabei machte der FCZ mit einer durchaus ansprechenden Darbietung auf sich aufmerksam. Gerade die Startviertelstunde kam vielversprechend daher, übernahm der beherzte Aussenseiter doch überraschend die spielerische Initiative. Ein satter Schuss von Kieran Tierney riss die Schweizer in der 17. Minute allerdings aus allen Träumen; Yanick Brecher verfügte beim kraftvollen Abschluss des Aussenverteidigers von der Strafraumkante über keine Abwehrchance.

Bo Henriksen sah einen engagierten Auftritt seines Teams.

Bo Henriksen sah einen engagierten Auftritt seines Teams.

Keystone

In der Folge wurden die Londoner Vor-, die Zürcher Gegenstösse indes seltener. Eine Mischung aus eigener Ineffizienz und einem mehrfach glänzend reagierenden Brecher sorgte dafür, dass den Hausherren der zweite Treffer bis zum Abpfiff verwehrt blieb. Und die engagierte Leistung des FCZ dafür, dass sich der Underdog achtbar aus der Affäre zog.

Guerrero steht beim Ausgleichstor im Abseits

Das Team von Bo Henriksen hatte gar zeitweise den Torschrei auf den Lippen – ihm und seinen mitgereisten Fans blieb der Jubel jedoch im Halse stecken. Adrián Guerrero (68.) stand bei seinem Abstauber aus kurzer Distanz im Abseits, nachdem Aaron Ramsdale den Versuch von Antonio Marchesano nach vorn abgewehrt hatte. Wenig später verfehlte Bodgan Viunnyk (80.) das Arsenal-Tor nur knapp. Je länger die Partie lief, desto näher schienen die Gäste dem Ausgleich zu kommen.

Allzu sehr werden sich die Zürcher über die knappe Pleite im Emirates Stadium wohl nicht ärgern – zumal ihr einige positive Schlüsse abzugewinnen waren. Das Hauptaugenmerk dürfte nun auf der kommenden Super-League-Aufgabe liegen: Am Sonntag gastiert das Liga-Schlusslicht beim FC Lugano.