Nati-Aufgebot
Das sind die Pläne von Nati-Trainer Murat Yakin mit Sturmjuwel Zeki Amdouni und Leonidas Stergiou

Nationaltrainer Murat Yakin plant, in der Nations League Stürmer Zeki Amdouni und Verteidiger Leonidas Stergiou an die Schweiz zu binden. Derweil kehrt Haris Seferovic in die Nati zurück. Und Mattia Bottani von Cupsieger Lugano erhält 31-jährig sein erstes Aufgebot.

Etienne Wuillemin
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Trainer Murat Yakin nominiert erstmals Mattia Bottani für die Nati.

Trainer Murat Yakin nominiert erstmals Mattia Bottani für die Nati.

Keystone

Am Samstag findet mit dem Champions-League-Final zwischen Real Madrid und Liverpool das letzte grosse Spiel der Saison im Klubfussball statt. Danach sind die Nationalteams an der Reihe. Die Schweiz absolviert in der Nations League gleich vier Spiele innert zehn Tagen. Die Nati trifft am Donnerstag 2. Juni auswärts auf Tschechien. Danach spielt sie gegen Portugal (2x) und Spanien.

Am Dienstag gab Nationaltrainer Murat Yakin seinen Kader bekannt. Grösste Überraschung: Luganos Mattia Bottani, 31, erhielt erstmals ein Nati-Aufgebot. «Er hat sich das mit seinen tollen Leistungen in den letzten Wochen verdient. Mit seiner Dynamik, Intensität und Spielintelligenz passt er bestens ins Team.»

Mattia Bottani wird von Murat Yakin für die Nations League nominiert.

Mattia Bottani wird von Murat Yakin für die Nations League nominiert.

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Derweil kehrt Haris Seferovic in die Nati zurück. Seit dem 0:0 in Nordirland in der WM-Qualifikation im September 2021, als Seferovic einen Penalty verschoss, fehlte der Stürmer verletzt. «Er hatte lange zu kämpfen, nun hat er die Gelegenheit, mit uns zu trainieren und sich zu präsentieren», sagt Yakin.

Interessant sind zwei Namen, die noch nicht auf der Aufgebots-Liste zu finden sind: Zeki Amdouni und Leonidas Stergiou. Der Lausanne-Stürmer und der Verteidiger aus St.Gallen absolvieren zunächst mit der U21 die EM-Qualifikationsspiele gegen Bulgarien und in Moldawien. Danach ist geplant, dass sie sich für das letzte Nations-League-Spiel dem A-Team anschliessen – und auch zum Einsatz kommen. Beide Spieler könnten aufgrund ihrer Wurzeln für mehrere Nationen spielen. Amdouni weckte das Interesse der Türkei und von Tunesien, Stergiou jenes von Griechenland.

Der nächste Alex Frei? Zeki Amdouni spielte in Lausanne eine tolle Saison. Nun könnte er bald im Schweizer A-Nationalteam debütieren.

Der nächste Alex Frei? Zeki Amdouni spielte in Lausanne eine tolle Saison. Nun könnte er bald im Schweizer A-Nationalteam debütieren.

Andy Mueller / freshfocus

Nationaltrainer Yakin hatte mit beiden ein gutes Gespräch. Er sagt: «Die Spieler möchten ja für die Schweiz spielen. Nun kann ich ihnen aufzeigen, wie wir planen und was die Perspektiven sind. Wir werden sie nicht einfach einsetzen, um ihnen andere Möglichkeiten zu verbauen. Sondern, weil wir überzeugt sind von ihnen und ihre Qualitäten sehen.»

Stürmer Amdouni könnte durchaus einen ähnlichen Weg einschlagen wie Noah Okafor. Okafor kam vor drei Jahren ebenfalls in der Nations League zu seinem ersten Einsatz mit der A-Nati. Danach musste er sich einige Zeit gedulden, ehe er im letzten Herbst richtig durchstartete. Amdouni ist 21-jährig und war in der vergangenen Saison mit 12 Treffern bei Lausanne der einzige Lichtblick. Gut möglich, dass sein Weg in der Schweiz weitergeht. Sowohl YB, der FCB, wie auch der FCZ haben Interesse an ihm. Nicht auszuschliessen ist aber auch, dass er zu Lausannes Partnerklub Nizza weiterzieht, wobei dieser Schritt vielleicht noch zu früh käme.

Verteidiger Stergiou hat derweil mit 20 Jahren bereits seine dritte komplette Super-League-Saison absolviert. Eine ähnlich grosse Erfahrung weist in seinem Alter kein anderer Schweizer Spieler auf.

Leonidas Stergiou hat für den FC St.Gallen schon über 100 Spiele in der Super League absolviert.

Leonidas Stergiou hat für den FC St.Gallen schon über 100 Spiele in der Super League absolviert.

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So sieht das Aufgebot aus:

Die Nati-Cracks werden am Donnerstag ins Nationalmannschafts-Camp einrücken. Die Schweiz wird sich in Bad Ragaz auf die Nations-League-Spiele vorbereiten. Am Samstagmorgen um 11:30 Uhr findet ein öffentliches Training statt. Am Dienstag folgt dann der Flug nach Tschechien. Nach den vier Partien im Juni, folgen zwei weitere Spiele der Nations League im September, bevor im November der Höhepunkt mit der WM in Katar steigt.

Nations League

Liga A, Gruppe 2

Do, 2. Juni: Tschechien-Schweiz 20:45 Uhr
So, 5. Juni: Portugal-Schweiz 20:45 Uhr
Do, 9. Juni: Schweiz-Spanien in Genf 20:45 Uhr
So, 12. Juni: Schweiz-Portugal in Genf 20:45 Uhr

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Tribünengeflüster
Folge 2