Riesenslalom In Bansko
Mathieu Faivre gewinnt in Bulgarien – Marco Odermatt fährt als Zweiter aufs Podest

Marco Odermatt ist zurück auf dem Riesenslalom-Podest. Der Nidwaldner wird starker Zweiter. Das zweite Rennen in Bansko gewinnt der Franzose Mathieu Faivre. Mit Meillard und Murisier klassieren sich zwei weitere Schweizer in den Top 10.

Simon Wespi
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Marc Odermatt fährt im Riesenslalom auf das Podest und ist zurück im Kampf um die kleine Kristallkugel.

Marc Odermatt fährt im Riesenslalom auf das Podest und ist zurück im Kampf um die kleine Kristallkugel.

AP

Am Samstag als Zweiter noch knapp geschlagen, gewinnt Mathieu Faivre den zweiten Riesenslalom in Bansko. Der Franzose ist eine Klasse für sich und deklassiert die Konkurrenz um 75 Hundertstelsekunden deutlich.

Aus Schweizer Sicht die besten Karten auf einen Podestplatz hatte nach dem ersten Lauf Loïc Meillard. Doch der Neuenburger, als Zweitletzter gestartet, kam mit dem Kurs im zweiten Umgang nicht wirklich zurecht und verlor noch fünf Plätze. Am Ende wurde Meillard Siebter. Doch Swiss-Ski hat inzwischen die Breite im Kader, so dass gleich der nächste Athlet in die Bresche springen kann. Namentlich Marco Odermatt. Der Nidwaldner, noch Sechster nach dem ersten Lauf, setzte eine starke Fahrt in den Schnee von Bulgarien und fuhr als Zweiter sensationell auf das Podest.

«Ich bin super zufrieden mit dem zweiten Lauf. Es ist vieles aufgegangen, so wie ich es mir vorgestellt habe», freute sich Odermatt im Ziel. «Ich hatte das Vertrauen zum Angreifen», sagt der Nidwaldner gegenüber SRF. Dritter wurde der Franzose Alexis Pinturault.

Im Kampf um die kleine Kristallkugel, bei noch zwei ausstehenden Rennen im Riesenslalom, konnte Odermatt auf Pinturault 20 Punkte aufholen. Der Rückstand des Nidwaldners beträgt noch 25 Punkte. Angesprochen auf den Druck diesbezüglich sagte Odermatt: «Ja ich habe die Kugel im Hinterkopf. Das Rezept beliebt jedoch immer das gleiche. Man muss Gas geben und angreifen, sonst reicht es sowieso nicht».

Fünf Schweizer in den Top 12

Das Schweizer Teamergebnis lässt für die letzten Rennen frohlocken. Gleich deren fünf Athleten klassierten sich in den Top 12. Daniele Sette, 23. nach dem ersten Lauf, setzte alles auf eine Karte, griff an und zeigte einen bärenstarken Lauf. Für ihn reichte es zu Schlussrang 11. Sette, der am Sonntag seinen 29. Geburtstag feiert, realisiert damit sein bestes Weltcup-Resultat. «Am Samstag hat nichts funktioniert. Ich sagte mir, ich gehe all-in. Ich habe heute einen anderen Ski genommen und voll attackiert», freute sich Daniele Sette im Ziel.

Etwas weniger gut lief es Gino Caviezel. Der Bündner zeigte eine solide Leistung, ein Exploit blieb jedoch aus. Caviezel wurde 12. Ein konstantes Wochenende zeigte Justin Murisier. Der Walliser, am Samstag noch 13., verbesserte sich auf Platz acht. Seine Tendenz: klar aufsteigend.

Der Sieger vom Riesenslalom vom Samstag, Filip Zubcic, kam nicht auf Touren und musste sich mit Platz 14 begnügen. Nächster Weltcup-Ort ist Saalbach. In Österreich greifen die Speed-Cracks nach den Kristallkugeln.