Riesenslalom in Courchevel/Méribel
Italienerin Brignone schnappt sich Sieg im letzten Rennen – Gisin knapp am Podest vorbei

Italienischer Doppelsieg im letzten Riesenslalom der Saison. Federica Brignone schnappt sich den Sieg, die Französin Tessa Worley die kleine Kristallkugel. Michelle Gisin und Lara Gut-Behrami beenden das Rennen in den Top 10.

Gabriel Vilares
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Michelle Gisin verpasst das Podest im letzten Rennen der Saison nur knapp. Die 28-Jährige wird Sechste.

Michelle Gisin verpasst das Podest im letzten Rennen der Saison nur knapp. Die 28-Jährige wird Sechste.

Keystone

Lara Gut-Behrami durfte sich bei Halbzeit des letzten Wettkampftags der Weltcupsaison noch Hoffnungen auf eine Podestplatzierung machen. Die 30-jährige Tessinerin lag nach dem 1. Lauf des Riesenslaloms im französischen Courchevel/Méribel auf dem 5. Platz. 48 Hundertstel fehlten aufs Treppchen. Am Vormittag wusste die Schweizerin trotz ramponierter Piste (aufgrund der späten Startnummer 12) noch zu überzeugen, im Entscheidungslauf fehlte ihr aber das Rezept. Und im Zielhang schlichen sich technische Fehler ein. So reichte es nur für den 9. Rang (+0.88).

Michelle Gisin klassierte sich als beste Schweizerin auf dem 6. Rang. Die 28-jährige Engelbergerin liess sich vom Sturz am Samstag beim Slalom nichts anmerken. Trotz starker Hüftprellung konnte sie sich im Vergleich zum 1. Lauf um drei Ränge verbessern. Auf das Podest fehlten ihr letztlich lediglich drei Zehntel.

Gisin trotz Erkrankung mit Top-Saison

Damit geht für Gisin eine schwierige Saison zu Ende. Im Sommer war sie am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt und hatte mit den Tücken der Virus-Krankheit zu kämpfen. Nichtsdestotrotz konnte die Schweizerin mit zwei Olympia-Medaillen und fünf Podestplätzen im Weltcup glänzen.

«Das war eine sehr emotionale Saison für mich. Es war eine verrückter Winter. Ich bin unendlich dankbar, dass ich überhaupt fahren konnte. Nun freue ich mich auf die Erholung.»

Mikaela Shiffrin, die bereits als Gesamtweltcupsiegerin feststand, war der Konkurrenz im 1. Lauf um die Ohren gefahren. Doch bei der Entscheidung zeigte die Amerikanerin Nerven, vergab den Vorsprung von 0.82 Sekunden. Die 27-Jährige fiel gar noch auf den siebten Rang zurück und verpasste damit auch die kleine Kristallkugel. Diese sicherte sich die Französin Tessa Worley, die am Sonntag Vierte wurde. Die Italienerinnen durften einen Doppelsieg feiern. Federica Brignone liess Teamkollegein Marta Bassino (+0.31) hinter sich. Die Slowakin Petra Vlhova komplettierte das Podest.

Wendy Holdener (23.) verpasste deutlich eine Punkteklassierung, war mit einer grossen Portion Vorsicht unterwegs. Verständlich, wenn man bedenkt, dass Holdener vor einer Woche in dieser Disziplin in Are gestürzt war. Sie zog sich eine Schnittwunde am Unterschenkel zu, die genäht werden musste.

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