Ski Alpin
Kristoffersen gewinnt den Riesenslalom in Alta Badia, Odermatt auf Rang zwei

Marco Odermatt wird auf der Gran Risa starker Zweiter, auch Justin Murisier überzeugt auf Rang sieben. Bei Loïc Meillard ist hingegen weiter Sand im Getriebe.

Dan Urner
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Für einmal geschlagen: Marco Odermatt wurde in Alta Badia Zweiter.

Für einmal geschlagen: Marco Odermatt wurde in Alta Badia Zweiter.

Keystone

Er ist für einmal geschlagen: Marco Odermatt hat den dritten Sieg im dritten Riesenslalom der Saison verpasst. Der Nidwaldner zeigte in Alta Badia freilich abermals eine bärenstarke Leistung und sicherte sich mit Rang zwei seine erste Podestklassierung auf der Gran Risa. Geschlagen geben musste er sich allein dem Norweger Henrik Kristoffersen, der sich durch einen grandiosen zweiten Lauf von Platz sieben auf den Spitzenrang katapultierte, er wies schliesslich 31 Hundertstelsekunden Vorsprung auf. Dritter wurde der Österreicher Manuel Feller (+ 0.37 Sekunden).

Die Piste sei im zweiten Durchgang sehr unruhig gewesen, erklärte Odermatt im Anschluss an das Rennen. «Es war ein Riesenkampf», so der 24-Jährige.

Mathieu Faivre hatte derweil eigentlich die Pole Position für den Tagessieg besetzt, lag er nach dem ersten Durchgang doch hauchdünn vor Odermatt in Front. Doch nach einer schwachen zweiten Laufzeit fiel der Franzose bis auf Rang 16 zurück (+ 1.26). Für eine veritable Sensation sorgte zudem Patrick Feurstein. Der Österreicher, 27. nach dem ersten Lauf, überraschte die Konkurrenz mit einer frappanten Leistungssteigerung im zweiten Durchgang – und rückte bis auf Rang vier vor (+ 0.58).

Meillard fehlt die Dynamik

Auf Position sieben landete mit Justin Murisier der zweitbeste Schweizer (+ 0.78). Vollumfänglich zu überzeugen wusste Loïc Meillard dagegen erneut nicht. Den Fahrten des technisch versierten Neuenburgers waren keine groben Mängel zu attestieren, und doch ging dem 25-Jährigen die nötige Dynamik ab. Er musste sich am Ende mit dem 13. Platz zufriedengeben (+ 1.04). Er habe probiert mehr zu attackieren, erklärte Meillard im Anschluss. «Es war noch nicht so ganz, wie ich will. Ich muss weiterarbeiten.»

Gino Caviezel hatte sich nach dem ersten Durchgang indes noch auf Top-Ten-Kurs befunden, büsste im zweiten Lauf aber viel Zeit ein. Der Bündner fiel schliesslich auf den 20. Rang zurück (+ 1.58). Weltcuppunkte sammelte auch Daniele Sette auf Platz 26 (+ 2.12).