Nachtslalom in Schladming
Linus Strasser gewinnt in Schladming: «Es ist unglaublich toll, dass es heute aufgegangen ist»

Die Schweizer verpassen beim Nachtslalom in Schladming ein Spitzenresultat. Tanguy Nef wird als 10. bester Schweizer. Der Deutsche Linus Strasser fährt hauchdünn den Sieg ein.

Simon Wespi
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Gewinnt den Klassiker in Schladming: Linus Strasser.

Gewinnt den Klassiker in Schladming: Linus Strasser.

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Ein Slalom-Podest zu tippen ist in diesen Tagen wie Lotto spielen. Wie bereits in mehreren Rennen in dieser Saison, stehen nach dem zweiten Durchgang nicht jene Namen auf dem Treppchen, die im ersten Durchgang überzeugten, sondern drei andere Athleten. So auch beim traditionellen Nachtslalom in Schladming.

Linus Strasser heisst der grosse Champion auf der Planai. Der Deutsche, nach dem ersten Durchgang noch auf Platz fünf liegend, siegte mickrige drei Hundertstel vor dem Norweger Atle Lie Mcgrath. Strasser vollbrachte damit etwas, was seinem Vorbild Felix Neureuther verwehrt blieb: ein Sieg in Schladming. «Ich geniesse es einfach und es ist unglaublich toll, dass es heute so gut aufgegangen ist», freute sich Strasser im Interview bei SRF.

Der sechste Slalom der Saison, und der letzte vor den Olympischen Spielen in Peking, brachte bereits den sechsten Sieger hervor. Nennenswert ist der Angriff von Manuel Feller. Der Österreicher startete eine regelrechte Aufholjagd im zweiten Durchgang. Feller machte 25 Plätze gut und stösst am Ende als Dritter auf das Podest. Kristoffer Jakobsen liess der Konkurrenz im ersten Lauf keine Chance. Doch im zweiten Durchgang fädelte der Schwede ein und verpasste damit den Sieg.

Licht und Schatten im Schweizer Team

Nicht weniger als acht Schweizer schafften den Cut der besten 30 Athleten. Für Lichtblicke sorgte ein Athlet, der nicht für Peking selektioniert wurde. Tanguy Nef vermochte zu überzeugen. Der 25-Jährige sorgte für das beste Resultat bei Swiss-Ski. Der junge Genfer fuhr als 10. in die Top Ten. «Ich bin sehr zufrieden. Es fehlen nur zwei Zehntel auf das Podest. Das gibt mir viel Selbstvertrauen. Mental war ich heute stärker als in allen Rennen zuvor», freute sich Nef.

Bester Schweizer in Schladming: Tanguy Nef als 10.

Bester Schweizer in Schladming: Tanguy Nef als 10.

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Loïc Meillard, die Konstanz im Schweizer Team, konnte für einmal nicht mit den Besten mithalten. Der 25-jährige Neuenburger verpasste die Top 10 und wurde 16. Die beiden Olympia-Fahrer Daniel Yule und Luca Aerni zeigten eine solide Leistung. Dennoch verpassten sie ein Ergebnis in den Top 10. Aerni fuhr auf Rang 13, Yule wurde 15.

Ramon Zenhäusern lief es in Schladming nicht nach Wunsch. Dennoch konnte sich der 29-jährige Walliser im zweiten Umgang steigern. Am Ende verbesserte sich Zenhäusern um mehrere Ränge und klassierte sich auf Platz 18. Weltcup-Punkte sammelten auch Sandro Simonet als 21. und Marc Rochat als 25. Reto Schmidiger, der sich nach dem ersten Durchgang als 14. gut in Stellung brachte, fädelte ein.

Während bei den Frauen noch die Speedrennen am Wochenende in Garmisch anstehen, können die Männer den Blick bereits nach Peking richten. Am 6. Februar geht die Olympia-Abfahrt über die Bühne.

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