Ski nordisch
Cologna verzichtet wegen extremer Kälte auf Rennen – Peier wieder in der Weltspitze

Dario Cologna startet bei bitterkalten Temperaturen in die Saison. Am Sonntag wird es aber auch für den vierfachen Olympia-Sieger zu viel der Kälte. Eine Zusammenfassung des nordischen Ski-Wochenendes.

Gabriel Vilares
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Langlauf

Eine massgebliche Rolle spielte das Wetter im finnischen Ruka. Dick eingepackt zeigte sich Dario Cologna bei seinem Start in die Weltcup-Saison bei bitterkalten -17 Grad über 15 km klassisch. Im Schlussabschnitt des Rennens beklagte der 35-Jährige einen Stockbruch, der ihm eine bessere Rangierung kostete. Am Ende reichte es für den 24. Rang. Auf die Bestzeit des Finnen Iivo Niskanen verlor Cologna 1:31 Minuten. Die restlichen Schweizer liefen an den Punkten vorbei.

Dario Cologna ist dick eingepackt. Bei bitterkalten -17 Grad kämpft sich der 35-Jährige über 15 km Klassisch auf den 24. Rang.

Dario Cologna ist dick eingepackt. Bei bitterkalten -17 Grad kämpft sich der 35-Jährige über 15 km Klassisch auf den 24. Rang.

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Am Sonntagmorgen waren an der Ortschaft nahe des Polarkreises weniger als 20 Grad unter Null gemessen worden, was der Limite für einen Rennstart entspricht. Weil Sonneneinstrahlung für einen leichten Anstieg des Thermometers sorgte, konnte das Verfolgungsrennen regelkonform gestartet werden. Doch Cologna verzichtete auf einen Start: «In der Vergangenheit hatte ich Probleme mit der Lunge, deswegen wollte ich nichts riskieren. Auf langfristige Sicht ist es wohl ein vernünftiger Entscheid», begründete der vierfache Olympia-Sieger sein Forfait.

Ihm gleich tat es die komplette norwegische Equipe und weitere Favoriten. Deswegen verkam das Rennen zu russischen Festspielen. Alexander Bolschunow setzte sich vor drei Landsmännern durch. Mit Roman Furger (25.), Jason Rüesch (26.) und Jonas Baumann (29.) liefen drei Schweizer in die Punkte.

Bei den Frauen platzierte sich Nadine Fähndrich zweimal in den Top 15. Die 26-jährige Luzernerin lief über 10 km klassisch auf den 14. Rang, büsste auf die Bestzeit der Schwedin Frida Karlsson 1:05 Minuten. Laurien van der Graaff verpasste als 46. die Punkteränge. Am Tag darauf zeigte Fähndrich erneut ein solides Rennen. In der Verfolgung verbesserte sie sich als 13. um einen Rang. Die norwegischen Frauen boykottierten im Gegensatz zu den Herren nicht geschlossen das Rennen. So konnte sich Therese Johaug als Siegerin feiern lassen.

Skispringen

Killian Peier ist nach seinem Kreuzbandriss definitiv wieder mitten in der Weltspitze. Vergangene Woche sprang der 26-jährige Waadtländer beim Saisonauftakt auf die Ränge 16 und 6 und auch im finnischen Ruka (wie die Langläufer) vermag er zu überzeugen. 6 und 11 lauteten die Platzierungen an diesem Wochenende und zweimal bester Schweizer. Gregor Deschwanden konnte nach überstandener Corona-Infektion als 21. und 19. zweimal punkten. Für Simon Ammann war die Rukatunturi-Schanze kein erfolgreiches Pflaster. Am Sonntag verpasste der 40-jährige Toggenburger als 32. die Qualifikation für den 2. Durchgang, am Samstag reichte es für den 27. Platz.

Killian Peier kann bereits wieder richtig weit fliegen.

Killian Peier kann bereits wieder richtig weit fliegen.

Keystone

Biathlon

Die Schweizer Biathletinnen zogen im schwedischen Östersund ein schwaches Wochenende ein. Im Einzelrennen über 15 km lief einzig Selina Gasparin als 34. in die Punkte. Beim Sprint-Rennen sorgte Team-Küken Amy Baserga für einen Lichtblick. Die 21-jährige Schwyzerin realisierte den 34. Rang und durfte sich erstmals über Weltcup-Punkte freuen.

Amy Baserga schnappt sich die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere.

Amy Baserga schnappt sich die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere.

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Bei den Herren waren bei Teamleader Benjamin Weger Licht und Schatten zu sehen. Über 20 km musste der 32-jährige Walliser mit dem enttäuschenden 47. Rang vorliebnehmen. Makellos blieb er am Schiessstand beim Sprint. Das ermöglichte Weger den 15. Rang und die Rehabilitation.

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