SKICROSS-WM
Medaillenregen für die Schweiz: Alex Fiva wird Weltmeister, Fanny Smith holt Silber

Beim Saisonhighlight der Skicrosser im schwedischen Idre Fjäll reicht es für Fanny Smith nicht ganz für Gold, während der 35-jährige Alex Fiva sensationell zum WM-Titel fährt.

Frederic Härri
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Im Alter von 35 Jahren darf sich Alex Fiva erstmals Weltmeister nennen.

Im Alter von 35 Jahren darf sich Alex Fiva erstmals Weltmeister nennen.

Keystone

Alex Fiva sorgt für die grosse Überraschung an der WM der Skicrosser in Idre Fjäll. Im grossen Final sichert sich der 35-Jährige mit einer überragenden Fahrt sensationell Gold. Damit setzt er gleich zwei Marken: Für Fiva ist es in seiner langen Karriere der erste Triumph an einem grossen Event, für die Schweizer Skicross-Männer ist es der erste Weltmeistertitel überhaupt.

Fiva selbst konnte das, was er gerade erreicht hatte, wohl selbst am wenigsten fassen. Im Interview nach dem Final schüttelt er mehrmals ungläubig den Kopf und stottert:

«Es ist einfach unglaublich. Auf einmal geht alles auf.»

Nicht vollends aufgegangen ist es für Fanny Smith. Sie verpasst ihren zweiten Titel an einer Weltmeisterschaft haarscharf: Im grossen Final kommt die Waadtländerin nach einem wilden Run, bei der sie mehrmals ins Straucheln gerät, als Zweite ins Ziel. Gold sichert sich die Lokalmatadorin Sandra Näslund. Für Smith, die mit 27 Weltcup-Siegen unlängst zur alleinigen Rekordhalterin aufgestiegen ist, ist es insgesamt die fünfte Medaille an einer WM. In Idre Fjäll gewinnt die 28-Jährige zum dritten Mal in Folge WM-Silber.

Fanny Smith kann mit ihrem Lauf nicht vollends zufrieden sein, trotzdem ist Silber ein Erfolg.

Fanny Smith kann mit ihrem Lauf nicht vollends zufrieden sein, trotzdem ist Silber ein Erfolg.

Keystone

Überraschend schafft es auch Nachwuchstalent Talina Gantenbein bei ihrer ersten WM-Teilnahme in den grossen Final der Frauen. Dort hat die 22-jährige Bündnerin gegen die hochkarätige Konkurrenz allerdings das Nachsehen und verpasst als Vierte die Medaille. Bronze holt sich die Französin Alizee Baron ab.

Regez und Bischofberger enttäuschen

Für die weiteren Schweizer im Skicross-Team läuft es am Samstag nicht nach Wunsch. Sowohl Marc Bischofberger als auch Ryan Regez – eigentlich das heisseste Schweizer Eisen bei den Männern – kommen nicht über das Achtelfinale hinaus. Jonas Lenherr schiebt sich im Viertelfinale kurz nach dem Start an Position eins. Dann unterläuft ihm ein folgenschwerer Fahrfehler, der ihn erst ins Schleudern bringt und danach ausscheiden lässt. Für Sandra Lüdi ist bei den Frauen ebenfalls im Viertelfinal Schluss.