Slalom
Gisin fährt erneut auf das Podest – Vlhova gewinnt am Bärenberg

Bei schwierigen Bedingungen beim Slalom von Zagreb fährt Michelle Gisin auf den dritten Platz. Die Slowakin Petra Vlhova gewinnt vor Katharina Liensberger aus Österreich.

Drucken
Teilen
Michelle Gisin kommt mit den schwierigen Bedingungen von Zagreb gut zurecht und fährt auf den dritten Platz.

Michelle Gisin kommt mit den schwierigen Bedingungen von Zagreb gut zurecht und fährt auf den dritten Platz.

Keystone/EPA

(swe/gav) Gross war sie, die Freude bei Michelle Gisin nach ihrem Sieg am Semmering vor dem Jahreswechsel. Die Engelbergerin gewann ihren ersten Weltcup der Karriere. Damit beendete die 27-Jährige eine lange Durststrecke. Nicht nur persönlich, sondern auch für die Schweizer Ski-Nation. Denn 19 Jahre ist es her, als eine Schweizerin letztmals einen Weltcup-Slalom gewann. Marlis Oester war es damals.

Am Sonntag in Zagreb reichte es Michelle Gisin nicht zum Sieg, doch für einen Podestplatz reichte es allemal. Mit einer tollen Leistung lässt die Engelbergerin Mikaela Shiffrin um fünf Hundertstelsekunden hinter sich und fährt auf Rang 3. Die Amerikanerin muss sich mit Rang 4 begnügen.

Die 27-Jährige sagte nach dem Rennen gegenüber SRF: «Ich habe mich extrem gefreut, als ich im Ziel sah, dass es grün leuchtete. Es war einer meiner grössten Träume eines Tages in Zagreb auf dem Podest zu stehen. Es ist unglaublich schön wie es bei mir momentan läuft.»

Vlhova einmal mehr

Gewonnen wurde der Slalom in Zagreb von Petra Vlhova. Die Slowakin setzte sich mit fünf Hundertstelsekunden vor der Österreicherin Katharina Liensberger durch. Auch Wendy Holdener kam gut zurecht mit den Bedingungen. Mit einem Rückstand von 1,46 Sekunden auf Petra Vlhova fährt die 27-jährige Schwyzerin auf Rang 6.

Die Bedingungen am Bärenberg von Zagreb waren eine Herausforderung. Nebel, weicher Schnee und ein überaus drehender Kurs im 2. Lauf verlangten von den Athletinnen alles ab. Gleich reihenweise fädeln die Slalom-Cracks ein und schieden aus. «Die Bedingungen waren sehr schwierig heute», sagte Gisin. «Im zweiten Lauf hat der österreichische Trainer so gesetzt, dass es stark drehte und es schöne Badewannen gab neben den Toren», schmunzelte sie. «Ich bin sehr happy, dass es reicht für mich.»

Preisgeld für die Opfer des Erdbebens

Die Athletinnen verzichteten auf einen Teil ihres Preisgeldes. Vergangene Woche erschütterte ein Erdbeben die Region in Kroatien. Das Geld soll der Regierung zur Verfügung gestellt werden.

Weiter geht es für die Frauen mit den Speed-Rennen am kommenden Wochenende in St. Anton. Zagreb steht bereits am Mittwoch wieder im Rampenlicht. Die Männer bestreiten ebenfalls einen Slalom, bevor die Weltcup-Rennen am Chuenisbergli in Adelboden ihre Fortsetzung finden.

Aktuelle Nachrichten