Slalom in Lenzerheide
Zenhäusern vergibt Podest und scheidet aus – Österreicher Feller gewinnt

Ramon Zenhäusern liegt nach dem 1. Slalom-Lauf in Lenzerheide auf Podestkurs, scheidet im 2. Lauf aber aus. Drei Schweizer schaffen den Sprung in die Top 10. Der Österreicher Manuel Feller gewinnt.

Gabriel Vilares
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Bitter! Ramon Zenhäusern fädelt im 2. Slalom-Lauf in Lenzerheide ein und scheidet aus.

Bitter! Ramon Zenhäusern fädelt im 2. Slalom-Lauf in Lenzerheide ein und scheidet aus.

Keystone

Bereits vor dem letzten Slalom-Rennen der Saison sind bei den Männern sowohl die grosse wie auch die kleine Kristallkugel vergeben. Der Franzose Alexis Pinturault steht seit Samstag als Gesamtweltcupsieger fest. Die Disziplinenwertung geht an der Österreicher Marco Schwarz. Deshalb geht es in Lenzerheide um zwei Dinge: den Tagessieg und für Ramon Zenhäusern ums Verteidigen des zweiten Rangs in der Slalom-Wertung.

Ramon Zenhäusern ist nach dem 1. Lauf auf bestem Weg dazu, dieses Ziel zu erreichen. Aufs Podest fehlt dem Walliser nur eine Hundertstelsekunde. Damit die Devise für den 2. Lauf klar. Der 28-Jährige fährt direkt an die Tore und kämpf um jede Hundertstel. Im letzten Streckenabschnitt passiert das Missgeschick. Zenhäusern fährt zu direkt auf ein Tor zu und fädelt ein. Ausgerechnet im letzten Rennen der Saison scheidet er zum ersten Mal in diesem Winter aus:

«Ich weiss nicht genau, was vorgefallen ist. Ich wollte direkter fahren und attackieren. Im 1. Lauf habe ich den Schluss verschlafen und deshalb habe ich im 2. noch mehr Gas gegeben. So ist der Slalom. Es ist eine Gratwanderung. Nichtsdestotrotz war es eine Hammer-Saison», bilanziert Zenhäusern gegenüber SRF. Nach seinem Ausscheiden muss er den Franzosen Clément Noël in der Disziplinenwertung an sich vorbeiziehen lassen. Zenhäusern belegt den dritten Platz.

Der Österreicher Manuel Feller gewinnt den Slalom in Lenzerheide. Der zweite Weltcup-Sieg für den Tiroler. Nur acht Hundertstel auf die Bestzeit verliert Clément Noël. Auf Rang drei landet der Gesamt-Weltcupsieger und Landsmann Alexis Pinturault.

Drei Schwizer in den Top 10

Bester Schweizer ist Loïc Meillard. Der Neuenburger zeigt einen soliden Auftritt und kann sich im Vergleich zum ersten Durchgang immerhin um zwei Ränge verbessern. Am Ende resultiert der fünfte Rang und ein Rückstand von 0.33 Sekunden auf den Schnellsten. Am meisten Plätze gutmachen kann Luca Aerni. Der 27-Jährige zündet den Turbo, verbessert sich gleich um neun Ränge und zaubert im letzten Slalom-Lauf des Winters die Laufbestzeit in den Schnee. Rang sieben und zweitbester Schweizer. Auch Tanguy Nef schafft den Sprung in die Top 10. Der Genfer wird Zehnter.

Laufbestzeit für Luca Aerni in 2. Lauf. Am Ende ist es Rang sieben für den Fribourger.

Laufbestzeit für Luca Aerni in 2. Lauf. Am Ende ist es Rang sieben für den Fribourger.

Keystone

Schon zum dritten Mal scheidet Daniel Yule nach dem 1. Lauf in diesem Winter aus. Der Walliser verliert die Balance und fliegt von der Piste. Eine weitere Geschichte schreibt der Franzose Jean-Baptiste Grange. Der zweifache Slalom-Weltmeister feiert seine Dernière. Der 36-Jährige steht zum letzten Mal in seiner Karriere bei einem Weltcup-Rennen am Start.

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