Super League
Nächste Pleite für Foda: Der FC Sion verschärft die FCZ-Krise

Der FC Sion verpasst dem FC Zürich um seinen neuen Trainer Franco Foda im Letzigrund den nächsten Nackenschlag. Der Schweizer Meister muss nach der 0:3-Heimniederlage weiter auf seinen ersten Sieg und sein erstes Tor in der laufenden Saison warten.

Dan Urner
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Beim FCZ um Cheick Condé herrscht derzeit Frust.

Beim FCZ um Cheick Condé herrscht derzeit Frust.

Freshfocus

Für den FC Zürich und seinen neuen Trainer Franco Foda wird die Situation allmählich ungemütlich. Der amtierende Schweizer Meister verlor am Sonntag sein Heimspiel gegen den FC Sion mit 0:3 – und muss nach vier gespielten Runden weiter auf seinen ersten Sieg und gar sein erstes Tor in der laufenden Super-League-Saison warten.

Dass im mit etwa 13'000 Zuschauerinnen und Zuschauern gefüllten Letzigrund leise Pfiffe zu vernehmen waren, vermochte denn auch kaum zu überraschen. Der in der vergangenen Spielzeit so triumphal aufspielende FCZ verharrt weiter auf dem letzten Tabellenrang. Und ist mit einem einzigen Zähler nebenbei der am schlechtesten in die Saison gestartete Meister der letzten 100 Jahre. Für den FC Sion stehen hingegen bereits sieben Punkte zu Buche.

Cleilton Itaitinga (57. Minute/64.) entschied mit einem Doppelpack nach der Pause die lange Zeit enge Partie, in der Bledian Krasniqi zuvor die aussichtsreichste Gelegenheit zur Führung der Gastgeber ungenutzt gelassen hatte. Die effizienten Walliser legten wenige Zeigerumdrehungen später durch Filip Stojilkovic (68.) gar noch den dritten Treffer nach. Und Kevin Bua verpasste das 4:0 aus Sittener Sicht nur knapp; er setzte den Ball nach etwa 75 Minuten an die Querlatte.

«Wichtig, dass wir die Spieler wieder hinbekommen»

Nach einer solchen Niederlage sei es schwer, «die richtigen Worte zu finden», befand Franco Foda nach der Partie. Die erste Halbzeit sei okay gewesen, «da haben wir wenig zugelassen. Aber das darf dann in der zweiten Halbzeit nicht passieren, dass man innerhalb von zehn Minuten solche drei Gegentore bekommt», analysierte der Deutsche – und spielte auf den Umstand an, dass sein FCZ bei den Sittener Treffern reichlich wenig Gegenwehr leistete.

Mit dem nun aufkommenden Druck habe er kein Problem: «Ich bin lange genug im Geschäft.» Wichtig sei dagegen, «dass wir die Spieler wieder hinbekommen», erklärte Foda. Wohlweislich, denn in der kommenden Woche stehen für seine Equipe mit dem Rückspiel in der Europa-League-Qualifikation gegen den FC Linfield sowie dem Ligamatch beim FC Winterthur zwei wichtige Partien an.