Super League
Wegen einem Patzer kurz vor Schluss: GC kann sich nicht vom Barrage-Platz lösen

Die Grasshoppers verschenken in Basel einen Sieg kurz vor Schluss, kommen nur zu einem 1:1-Remis und bleiben damit zwei Runden vor Schluss noch vom Abstieg bedroht.

Leandro De Mori
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GC am Boden: Basel schiesst kurz vor Schluss den Ausgleich.

GC am Boden: Basel schiesst kurz vor Schluss den Ausgleich.

Georgios Kefalas / KEYSTONE

Weil Luzern am Mittwoch im Wallis beim ebenfalls abstiegsbedrohten Sion mit einem 3:1-Sieg vorgelegt hatte, waren die Grasshoppers am Donnerstagabend im St. Jakob-Park in Basel gezwungen, zu gewinnen. Doch die Zürcher waren ein einziges Mal unaufmerksam und gaben den Sieg kurz vor Schluss aus den Händen.

GC startete defensiv in die Partie, wollte auf keinen Fall ein frühes Gegentor kassieren und verteidigte sogleich mit fünf Mann. Die Zürcher überliessen dem FCB die Spielgestaltung und lauerten ihrerseits auf Konter. Was folgte waren erste 45 Minuten mit Mangel an Offensiv-Aktionen und wenig Risikofreude auf beiden Seiten. GC verteidigte solide, wurde aber auch nicht wirklich gefordert.

Traumtor von Riascos, Esposito gleicht aus

Der Treffer für GC folgte wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Brayan Riascos, der mit einer Einzelaktion die Zuschauerränge zum Staunen brachte. Auf dem linken Flügel legte er sich den Ball vor und schlenzte von ausserhalb des Strafraums ins obere linke Eck zur Führung für das Gastteam. 20 Minuten vor Schluss hatte Bendeguz Bolla sogar das 2:0 auf dem Fuss, scheiterte aber am Pfosten.

Die Grasshoppers verfolgten nach dem Führungstreffer weiter ihre Defensivtaktik und schienen damit auch zum Erfolg zu kommen, wäre da nicht dieser eine Fehler gewesen: Ayumu Seko und Noah Loosli waren sich über einen hohen Ball uneinig, woraufhin Sebastiano Esposito profitierte und ungestört zum Ausgleich einnetzte.

Schwieriges Restprogramm

Mit dem Remis in Basel bleibt GC weiterhin ein Kandidat auf den Barrage-Platz. Das Restprogramm für die Zürcher präsentiert sich als schwierige Aufgabe: Nächsten Donnerstag empfangen die Grasshoppers den FC St. Gallen im Letzigrund, danach warten die Young Boys.

Auch für Luzern sehen die letzten Spiele nicht einfacher aus: die Zentralschweizer empfangen zuerst YB, am letzten Spieltag gastieren sie beim Meister aus Zürich. Sion trifft in den verbleibenden Partien auf den Absteiger aus Lausanne und auf Servette.

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