Norwegische Ski-Fahrer
Jansrud & Co. im Überlebenscamp: «Haben geweint und gekämpft!»

Dieses Sommertraining hat es in sich. Die norwegischen Ski-Fahrer kommen in einem Überlebenscamp an ihre Grenzen. Ob das die Schweizer beeindruckt?

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Den Tag starteten die Athleten mit einem Bad im eiskalten Arktischen Ozean.
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Technik-Spezalist Timon Haugan und Speed-Spezialist Kjetil Jansrud mit der Nr. 36.
Die Norweger waren in einer Nacht auf sich alleine gestellt und mussten Wege finden, um in der Wildnis zu überleben.
Die Ski-Fahrer mussten immer wieder neue Aufgaben meistern.
Ziel war es, den Teamgeist zu stärken. An physische und psychische Grenzen zu stossen.

Den Tag starteten die Athleten mit einem Bad im eiskalten Arktischen Ozean.

Instagram/kjansrud

Das norwegische Herrenteam der alpinen Skifahrer hat Ende Mai nicht viel zu lachen. Sowohl das Weltcup- als auch das Europacup-Team nimmt an einem dreitägigen Überlebenscamp der Spezialeinheit der norwegischen Marine im Norden des Landes teil. Das Ziel: Teamgeist stärken, mentale Stärke entwickeln und den Umgang mit unvorhergesehenen Ereignissen trainieren. Die Wikinger werden im Voraus nicht darüber informiert, was sie erwarten würde.

So wurden die Athleten beispielsweise in einer kalten Nacht sich selbst überlassen, mussten gemeinsam eine Unterkunft bauen, ein Lagerfeuer entzünden und alles Nötige organisieren, um in der Wildnis zu überleben. Zum Start in den Tag durften die Athleten jeweils ein erfrischendes Bad im arktischen Ozean nehmen.

«Wir haben gekämpft, geweint, noch mehr gekämpft. Sie haben uns alleine gelassen, um mit Mutter Natur fertig zu werden. Ich habe gelernt, wie psychische und physische Belastungen am besten im Team getragen werden. Neben der norwegischen Marine war es aber auch eine demütigende Erfahrung», so schildert Kjetil Jansrud seine Erlebnisse gegenüber dem Ski-Verband FIS. (gav)