Zwei Drittel aller Lehrpersonen in der Schweiz sind Lehrerinnen

Eine Studie von Eurostat zeigt: nur 35 Prozent der Schweizer Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe sind Männer. Im europäischen Vergleich ist das trotzdem eher viel.

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Männliche Lehrpersonen sind in der Schweiz immer noch in der Unterzahl. Aber im europäischen Vergleich arbeiten hier viele Männer als Lehrer.

Männliche Lehrpersonen sind in der Schweiz immer noch in der Unterzahl. Aber im europäischen Vergleich arbeiten hier viele Männer als Lehrer.

Patrick Huerlimann

(sre) In allen EU-Mitgliedsstaaten sind Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe mehrheitlich weiblich. Dies zeigt eine Studie von Eurostat, die im Rahmen des «World Teachers' Day» veröffentlicht wurde und sich auf das Jahr 2018 bezieht.

In der Schweiz sind 65 Prozent der Lehrpersonen weiblich. Im europäischen Vergleich sind männliche Lehrpersonen hierzulande aber gar nicht so rar – in Lettland beträgt der Anteil weiblicher Lehrkräfte beispielweise ganze 87 Prozent, in Littauen sind es 85 Prozent.

Die Schweiz hat vergleichsweise viele männliche Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe.

Die Schweiz hat vergleichsweise viele männliche Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe.

Bild: Eurostat

Die meisten männlichen Lehrpersonen auf Primar- und Sekundarstufe hat im europäischen Vergleich Dänemark (38 Prozent), Luxemburg folgt mit 36 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 28 Prozent Männer, 72 Prozent Frauen.

Mehr ältere als jüngere Lehrpersonen

Eurostat hat auch das durchschnittliche Alter der Lehrpersonen untersucht. 39 Prozent der europäischen Lehrpersonen sind 50 Jahre alt oder älter, nur 7 Prozent sind jünger als 30. Schweizer Lehrpersonen sind im Schnitt etwas jünger. In der Schweiz sind nur etwa 35 Prozent über 50 Jahre alt. Den europäischen Höchstwert erzielt Italien, wo 54 Prozent der Lehrpersonen über 50 Jahre alt sind.