gfs.bern erstellt neu die Abstimmungsanalysen für den Bund

Die Bundeskanzlei hat den Auftrag für die Befragungen und Analysen nach nationalen Abstimmungen neu vergeben. Den Zuschlag hat die private gfs.bern (Gesellschaft für Sozialforschung) erhalten. 

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Die gfs.bern wird neu die Befragungen und Analysen nach nationalen Abstimmungen für den Bund übernehmen. (Symbolbild)

Die gfs.bern wird neu die Befragungen und Analysen nach nationalen Abstimmungen für den Bund übernehmen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die gfs.bern wird ihre Aufgabe ab November 2020 für eine Laufzeit von vier Jahren mit der Option auf eine dreijährige Vertragsverlängerung. Dies teilte die Bundeskanzlei am Dienstag mit. Das Auftragsvolumen für die gesamten sieben Jahre beträgt insgesamt 1,6 Millionen Franken. Die Ausschreibung sei notwendig gewesen, da der Vertrag mit dem bisherigen Zuschlagsempfänger, dem Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften (FORS), 2020 ausläuft. 

Die Angebote seien nach Preis, Qualität der Leistungserbringung und Erfahrung bewertet worden. Die gfs.bern habe hinsichtlich der qualitativen Anforderungen wie auch durch den günstigsten Preis überzeugt, so die Bundeskanzlei.

Bisher seien ausschliesslich Telefoninterviews durchgeführt worden. Mit laufender Abnahme der Festnetzanschlüsse werden die Abstimmungsanalysen künftig schriftlich mit Online- und Printfragebögen durchführt. Pro Abstimmung werden jeweils 3000 Stimmberechtigte befragt. Die gfs.bern wurde 2004 vom Politikwissenschafter Claude Longchamp gegründet. 2016 verkaufte er sein Unternehmen an die Mitarbeiter Urs Bieri und Lukas Golder.