Auch im ersten Halbjahr steigt die Zahl der verunfallten E-Bikefahrer weiter an

Im ersten Halbjahr 2020 sind etwas mehr Personen im Verkehr gestorben als im Vorjahr. Rückläufig bleibt der Trend bei den Schwerverletzten. Die Zahl der verunfallten E-Bikefahrenden steigt dagegen weiter an.

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Eine Elektrobike-Fahrerin in Zürich. (Symbolbild)

Eine Elektrobike-Fahrerin in Zürich. (Symbolbild)

Walter Bieri / KEYSTONE

(sat) Trotz zeitweise rückläufigen Verkehrszahlen im ersten Halbjahr wegen der Coronapandemie meldet das Bundesamt für Strassen (Astra) den Tod von 95 Personen. Das sind 19 Verkehrsopfer mehr als im Vorjahreszeitraum, liegt allerdings im langjährigen Durchschnitt. Die Zahl der schwerverletzten Personen dagegen ist auch im ersten Halbjahr weiter gesunken, wie das Astra am Donnerstag mitteilt. Und zwar um 73 auf noch 1614 Schwerverletzte. Besonders stark sei der Rückgang der Getöteten und Schwerverletzten auf Autobahnen und Autostrassen.

Einmal mehr zugenommen hat dagegen die Zahl der schwerverletzten E-Bikefahrenden – und zwar von 148 auf 207 Personen. Die Anzahl getöteter E-Bikefahrenden sank dagegen leicht von 7 auf 6 Personen. Generell sei die häufigste Unfallursache bei den schwerverunfallten Personen die nicht angepasste Geschwindigkeit, schreibt das Astra.

Um die Sicherheit von E-Bikefahrenden zu verbessern, hat der Bundesrat im August verschiedene Massnahmen vorgeschlagen. So zum Beispiel ein Lichtobligatorium für alle E-Bikes, die Helmpflicht auch für sogenannt langsame E-Bikes und eine Tachopflicht für schnelle E-Bikes. Keine Freude daran hat die Velolobby im Gegensatz zu den Versicherern. Derzeit können interessierte Kreise zu den Massnahmen in einer Vernehmlassung Stellung nehmen.