Belastend für Mensch und Tier: Bundesamt für Umwelt rät zur Zurückhaltung bei privaten Feuerwerken

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) rät zur Zurückhaltung beim 1.August-Feuerwerk. Viele private Feuerwerke könnten Mensch, Tier und Umwelt stärker belasten als wenige grosse.

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Jährlich werden in der Schweiz durch Feuerwerk rund 300 Tonnen Feinstaub freigesetzt.

Jährlich werden in der Schweiz durch Feuerwerk rund 300 Tonnen Feinstaub freigesetzt.

Keystone

(agl) Die meisten öffentlichen 1.August-Feiern wurden dieses Jahr abgesagt. Viele Schweizerinnen und Schweizer dürften deshalb ihre eigenen Feiern im kleinen Rahmen organisieren, inklusive Feuerwerk. Das Bundesamt für Umwelt macht am Montag vor dem Nationalfeiertag via Medienmitteilung auf die Umweltauswirkungen und Gefahren aufmerksam, die das Abbrennen von Feuerwerkskörpern mit sich bringt.

So seien kleine, private Feuerwerke für empfindliche Personen gefährlicher als grosse. Während organisierte Grossfeuerwerke zeitlich begrenzt stattfinden und der Rauch in der Höhe über dem Publikum entweichen könne, wirkten die Emissionen kleinerer Feuerwerkskörper «viel unmittelbarer und über längere Zeit auf den Menschen», heisst es in der Mitteilung. Insbesondere bei Windstille könnten die ausgestossenen Mengen an Feinstaub bei empfindlichen Menschen zu Atemproblemen führen.

Auch für viele Tiere bedeutet Feuerwerk grossen Stress. Der Schweizer Tierschutz (STS) befürchtet, dass die Verlagerung der Knallerei in die Nachbarschaft die Tiere dieses Jahr noch mehr belastet als sonst. Das Bafu mahnt, nicht bereits vor dem 1. August mit dem Feuerwerk zu beginnen und allgemein zurückhaltend damit umzugehen.

In den letzten zehn Jahren wurden in der Schweiz gemäss dem Bundesamt für Polizei durchschnittlich 1700 Tonnen Feuerwerkskörper verbraucht. 25 Prozent davon sind pyrotechnische Feuerwerksätze, der Rest Verpackung aus Holz, Karton, Kunststoffen oder Ton. Durch das Abbrennen werden rund 300 Tonnen Feinstaub in die Luft freigesetzt, was rund zwei Prozent der jährlichen Feinstaubemissionen der Schweiz entspricht.