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Berner Inselspital meldet Rekord auf der Geburtenabteilung

In der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Bern wurden 2020 so viele Kinder geboren wie seit über 40 Jahren nicht mehr. Gemäss Spital ist das aber keine Folge der Coronapandemie.

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Immer mehr Frauen bringen ihre Kinder im Berner Inselspital zur Welt. Der Trend hielt auch während der Pandemie an. (Symbolbild)

Immer mehr Frauen bringen ihre Kinder im Berner Inselspital zur Welt. Der Trend hielt auch während der Pandemie an. (Symbolbild)

Keystone

(wap) 2031 Kinder kamen dieses Jahr im Berner Uni-Spital auf die Welt, 26 mehr als im Vorjahr. Dies sei der höchste Stand seit über 43 Jahren, meldete die Spitalbetreiberin Insel Gruppe am Mittwoch. Im Spital Münsingen, das ebenfalls zur Gruppe gehört, kamen 404 Kinder zur Welt. Der Anstieg der Geburtenzahlen sei aber keine Folge der Pandemie, heisst es in der Mitteilung. Die Berner Frauenklinik weise nämlich seit Jahren steigende Zahlen auf, dies obwohl die Geburtenzahl schweizweit stagniere.

«Der Lockdown hat diesen Trend nicht spürbar beeinflusst, denn die Geburten nahmen über das ganze Jahr zu», wird Chefarzt Daniel Surbek in der Mitteilung zitiert. Allerdings habe die Pandemie die Klinik vor grosse Herausforderungen gestellt. So betreue man auch schwangere Patientinnen, die schwer an Covid-19 erkrankt seien. Dabei müsse auch das Personal vor der Krankheit geschützt werden.

Auch in Münsingen veränderte die Pandemie den Alltag auf der Geburtenabteilung. Dies allerdings nicht nur zum Negativen: «Die reduzierten Besuchszeiten auf der Wochenbettstation wurden von vielen Paaren sogar geschätzt. Sie hatten mehr Zeit alleine mit dem Neugeborenen und damit mehr Ruhe für das gegenseitige Kennenlernen», wird Chefärztin Monika Feusi in der Mitteilung zitiert.