Coronakrise als Vorgeschmack auf Folgen einer ungebremsten Klimakrise?

Die Bewegung Klimastreik Schweiz zieht Parallelen zwischen dem Klima und der Pandemie. Um beide Krisen zu überwinden, brauche es dieselben Massnahmen. Die Bewegung kritisiert, dass der Staat Unternehmen unterstützt, die dem Klima schaden.

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Klimastreikende vergleichen die Auswirkungen der Coronakrise mit denen, die eine anhaltende Klimakrise haben könnte. (Symbolbild)

Klimastreikende vergleichen die Auswirkungen der Coronakrise mit denen, die eine anhaltende Klimakrise haben könnte. (Symbolbild)

Keystone

(sku) Die Pandemie zeige derzeit die Notwendigkeit für das Intaktbleiben der Gesellschaft auf, schreibt «Klimastreik» am Freitag. Die Bewegung zieht aus der aktuellen Krise Schlüsse in Bezug auf die Auswirkungen, die eine anhaltende Klimakrise haben könnte. Denn beide Krisen würden die Gesellschaft gleichermassen bedrohen. Deshalb könnten die Massnahmen, die es für die Überwindung der Coronakrise brauche, auch die Lösung der Klimakrise bedeuten.

Durch die Coronakrise werde die Frage ausgelöst, in welchen Bereichen die Gesellschaft zur vorherigen Situation zurückkehren wolle. Davon ausgehend kritisiert «Klimastreik», dass Unternehmen, die der Umwelt schaden, derzeit durch staatliche Unterstützung geholfen wird.

Klimastreikende helfen auf Höfen aus

Die Bewegung fordert in der Mitteilung auch, dass die sanitäre Situation von Asylsuchenden verbessert werde. Denn die Infektionsrate in Flüchtlingslagern sei sehr hoch. In der Mitteilung weist die Bewegung zudem darauf hin, dass Berufe im Gesundheitssektor oft schlecht bezahlt seien. Wegen des Coronavirus werde das Krankenhauspersonal derzeit aber besonders gefordert.

Um den Agrarsektor zu unterstützen, würden Klimastreikende momentan auf betroffenen Höfen aushelfen. Damit sich die Schweiz im Falle eines Importmangels auch künftig selbst ernähren könne, sei aber eine langfristige Lösung gefordert.