Das neugeborene Zürcher Nashornbaby heisst Ushindi

Dem letzte Woche zur Welt gekommenen Nashorn geht es gut. Seinen Artgenossen in Afrika aber macht die Krise zu schaffen. Der Zürcher Zoo spendet deshalb 300'000 Franken Soforthilfe.

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Die kleine Ushindi mit ihrem Nashorn-Mami Tanda.

Die kleine Ushindi mit ihrem Nashorn-Mami Tanda.

Zoo Zürich

(wap) Die Tierpfleger haben gemeinsam einen Namen für das Baby von Nashorn Tanda ausgesucht: Es heisst Ushindi. Das heisst in der afrikanischen Sprache Suaheli «Sieg, Erfolg, Triumph.» Der Name sei nicht zufällig gewählt, teilte der Zoo Zürich am Mittwoch mit. Dieser solle ein Omen sein für Ushindis Artgenossen im kenianischen Naturschutzgebiet Lewa Wildlife Conservancy.

Dort führt die Coronakrise gerade dazu, dass die Wilderer den wildlebenden Nashörnern noch stärker nachstellen als zuvor. Der Zoo hat deshalb 300'000 Franken Soforthilfe für das kenianische Reservat locker gemacht.

Ushindis Geburt ist Teil eines europäischen Rettungsprogramms für Breitmaulnashörner. In ihrer Heimat Afrika ist die Tierart vom Aussterben bedroht. Weltweit gibt es nur noch 18'000 Stück. 300 davon leben in Zoos in Europa. Diese züchten die Tiere, um die Art zu erhalten. Ushindi ist das erste Breitmaulnashorn, das in der Schweiz zur Welt gekommen ist. Wenn der Zoo wieder öffnen darf, kann man ihn in der neuen Lewa Savanne im Zoo Zürich besuchen.