Die Dargebotene Hand wurde 2019 öfters angerufen als im Vorjahr

Die Telefonseelsorge Dargebotene Hand verzeichnete im vergangenen Jahr mehr Anrufe. Dabei wählten vor allem Männer deutlich öfter die Telefonnummer 143. 

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Eine Telefonistin der Organisation «Die Dargebotene Hand» in der Zentralschweiz.

Eine Telefonistin der Organisation «Die Dargebotene Hand» in der Zentralschweiz.

Pius Amrein (lz) / Luzerner Zeitung

(mg) 2019 suchten mehr Menschen Rat bei der «Dargebotenen Hand». 181'572 Gespräche verzeichneten die zwölf Regionalstellen. Das entspricht im Durchschnitt knapp 500 Telefonaten pro Tag und bedeutet eine Zunahme von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die Telefonseelsorge in einer Mitteilung schreibt. 

Knapp ein Viertel aller Gespräche drehte sich dabei um psychische Leiden, gefolgt von Anliegen um die Alltagsbewältigung und dem Thema Einsamkeit. Im vergangenen Jahr haben zudem deutlich mehr Männer Hilfe unter der Telefonnummer 143 gesucht: 2019 waren es 62'000 Männer. Das entspricht einem Zuwachs von über zehn Prozent.

Digitale Kanäle werden immer wichtiger

Eine deutliche Steigerung stellten die ehrenamtlichen Seelsorger auch bei der Anzahl der Online-Kontakte fest. Knapp 10'000 Schweizerinnen und Schweizer suchten per Chat oder Mail Rat. Das sind 35 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Diese Kanäle werden hauptsächlich von unter 40-Jährigen genutzt. 

Den Samstag 14. März (wegen der Telefonnummer 143) haben die Macher drum zum Tag des Zuhörens erklärt. Damit möchte die Dargebotene Hand auf den Wert des Zuhörens, Für-einander-da- Seins, und Miteinanderredens aufmerksam machen. Das sie gerade «jetzt wo aufgrund des Corona-Virus unser gesamtes Sozialleben stark eingeschränkt wird, und menschliche Begegnungen als potenzielles Risiko angesehen wird» wichtig.