Diebstahl aus Geldtransporter: Behörden spüren 2,5 Millionen Franken auf

Nach dem Diebstahl aus einem Geldtransporter letzten Sommer haben die Solothurner Behörden knapp die Hälfte der Beute sichergestellt. Die Spuren der umfangreichen Ermittlungen führten nach Deutschland.

Drucken
Teilen
Wie die Täter die 4,5 Millionen Franken aus dem Geldtransporter stahlen, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. (Symbolbild)

Wie die Täter die 4,5 Millionen Franken aus dem Geldtransporter stahlen, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. (Symbolbild)

Keystone

(rwa) Im Juli 2019 stahlen mehrere Männer rund 4,5 Millionen Franken aus einem Geldtransporter, der zwischen Oensingen SO und Thunstetten BE unterwegs war. Es gab weder Verletzte noch wurde Gewalt angewendet. Die Solothurner Staatsanwaltschaft eröffnete daraufhin eine Strafuntersuchung.

Die aufwendigen Ermittlungen haben nun erste Ergebnisse gebracht. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, konnte sie ein Teil des ergaunerten Geldes beschlagnahmen. Die Spuren führten nach Deutschland. In Zusammenarbeit mit der hiesigen Staatsanwaltschaft konnte Mitte Februar ein 30-jähriger Deutscher in Rosenheim verhaftet werden. Die Polizei fand bei ihm 1,6 Millionen Franken. Der Beschuldigte gestand, das Geld über längere Zeit aufbewahrt zu haben. Im Kanton Solothurn kamen später weitere 900'000 Franken zum Vorschein.

Noch keine Ergebnisse hat die laufende Untersuchung in Bezug auf den genauen Tathergang und die mutmasslichen Tatbeiträge der Beschuldigten zu Tage gefördert. Aktuell befinden sich keine Personen mehr in Haft.

Nach ersten Ermittlungen hatte die Solothurner Staatsanwaltschaft gegen insgesamt 15 Personen eine Strafuntersuchung eröffnet. Bei den Beschuldigten handelt es sich um Personen aus der Schweiz, Kosovo, Mazedonien, Serbien, Deutschland und der Türkei. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass diese direkt oder indirekt am Diebstahl beteiligt waren.