Einbruch der Werbeeinnahmen: Walliser «RhoneZeitung» wird eingestellt

Der Walliser Verlag Mengis Media stellt die «RhoneZeitung» (RZ) nach 22-jährigem Bestehen in der Coronakrise ein. Grund sind die fehlenden Werbeeinnahmen.

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Die Rohnezeitung war mit einer Auflage von 42'000 Exemplaren die auflagenstärkste Zeitung des Wallis. (Symbolbild)

Die Rohnezeitung war mit einer Auflage von 42'000 Exemplaren die auflagenstärkste Zeitung des Wallis. (Symbolbild)

Keystone

(agl) Nachdem die Produktion der Gratiszeitung bereits im März sistiert wurde, fiel Ende Juli nun der definitive Entscheid beim Mengis Verlag. «Allein mit Werbung lässt sich die RZ nicht mehr finanzieren», sagte der Leiter Medien Matthias Bärenfaller gegenüber dem «Walliser Boten». Als Kompensation für die RZ, die mit einer Auflage von 42'000 Ausgaben wöchentlich erschien, werde es ab September wieder ein Mal wöchentlich eine Grossauflage des «Walliser Boten» geben.

German Escher, der der die «RhoneZeitung» ins Leben rief und über 20 Jahre lang als Chefredaktor und Verleger tätig war, hat mit dem Entscheid gerechnet, wie er am Mittwoch gegenüber dem «Walliser Boten» sagte. Er sei im Vorfeld über den Entscheid informiert worden und sein Bedauern darüber sei gross. Seiner Meinung nach hätte man abwarten können, bis sich die Situation entspannt, und die Zeitung dann neu lancieren können. «Ich hätte zugewartet», so Escher.