Erika, Esther und Elsbeth aufgepasst: Zürcher Polizei schnappt Telefonbetrüger

Erneut hat die Zürcher Kantonspolizei einen Mann verhaftet, der sich als falschen Polizisten ausgegeben hatte. Sie empfiehlt zudem, sich nicht mit vollem Vornamen im Telefonbuch einzutragen.

Drucken
Teilen
Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus.

Die Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus.

Keystone

(mg) Die Kantonspolizei hat einen Trickbetrüger verhaftet. Wie sie am Mittwoch mitteilt, sei der mutmassliche Telefonbetrüger bei der Abholung von Bargeld am Dienstag dingfest gemacht worden. Am Montag hätte eine unbekannte Täterschaft bei einer 84-jährigen Frau angerufen und sich als Polizisten ausgegeben. Sie gaukelten ihr vor, dass ihr Geld auf der Bank nicht sicher sei und forderten sie auf, über zehntausend Franken an einem vereinbarten Ort zu deponieren. Was die Dame dann auch tat.

Der Erfolg ermunterte die falschen Polizisten wohl, sich erneut bei der Frau zu melden. Wiederum mit dem Ansinnen, Geld zu erhalten. Doch die falschen Polizisten hatten die Rechnung nicht mit den richtigen Polizisten gemacht. Diese waren mittlerweile eingeschaltet und konnten so einen 26-jährigen Georgier festnehmen, der das deponierte Geld an sich nehmen wollte. Er wurde verhaftet und wird nach der polizeilichen Befragung der Staatsanwaltschaft zugeführt.

Die so betrogene Dame ist nicht das einzige Opfer. Alleine am Dienstag sind der Kantonspolizei Zürich vier ähnliche Betrugsfälle gemeldet worden. Auffällig dabei: Die angerufenen Frauen trugen die Namen Erika, Esther, Elsbeth oder Rosmarie. «Bei der Suche nach potenziellen Opfern orientieren sich Telefonbetrüger am öffentlichen Telefonbuch. Darin suchen sie gezielt nach Personen mit einem traditionellen Vornamen, da dieser einen Hinweis auf das Alter liefern könnte», schreibt die Polizei. Sie empfiehlt statt dem kompletten Vornamen nur den ersten Buchstaben mit einem Punkt eintragen zu lassen.