Es hätte einst ein Gefängnis werden sollen – Jetzt ist Schloss Burgdorf eine Jugendherberge

Am Samstag eröffnet im Emmental das neu renovierte Schloss Burgdorf. Was einst ein Gefängnis hätte werden sollen, ist heute eine Jugendherberge. Der Betrieb startet wegen Corona mit einiger Verspätung.

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Einblick in die Jugi.

Einblick in die Jugi.

HO

(agl) Eigentlich hätte das neu renovierte Schloss Burgdorf bereits Ende April mit einem grossen Stadtfest eröffnet werden sollen. Doch dem kamen das Coronavirus und der Lockdown in die Quere. Umbau- und Einrichtungsarbeiten verzögerten sich. Die offizielle Eröffnung wurde zwei Mal verschoben und findet nun am Samstag in reduzierter Form statt.

In das 800 Jahre alte Zähringerschloss mitten im Städtchen Burgdorf im Emmental ist der Verein Schweizer Jugendherbergen eingezogen. Bereits seit Ende Mai können Touristen im Schloss übernachten. «Das Umnutzungsprojekt war bei weitem kein einfaches Unterfangen», lässt sich der Präsident der Stiftung Schloss Burgdorf Markus Meyer, in einer Mitteilung der Schweizer Jugendherbergen zur Eröffnung zitieren. Doch alle Beteiligten aus Kanton und Gemeinden sowie aus Wirtschaft und Bevölkerung hätten am selben Strick gezogen.

Auch das städtische Trauzimmer ist dort

Das Schloss Burgdorf wurde bereits von Herzögen und Schultheissen bewohnt und auch von der kantonalen Verwaltung genutzt. 1884 wollte das Kantonsbauamt im Schloss ein Regionalgefängnis einbauen. Dagegen regte sich jedoch grosser Widerstand aus der Bevölkerung und das Projekt wurde fallengelassen. Im Schloss entstand in der Folge ein Museum, welches bis heute besteht.

Das Museum wurde in der Umnutzung neu konzipiert und gehört nach wie vor zum Schloss-Konzept. Neu gehört auch ein Restaurant dazu, und das städtische Trauzimmer ist ins Schloss gezogen. Es soll künftig Möglichkeiten für verschiedenste Veranstaltungen geben, heisst es in der Medienmitteilung.