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46 Menschen sind 2020 in der Schweiz ertrunken – Gefahr lauert in offenen Gewässern

Im vergangenen Jahr sind 46 Menschen in Schweizer Gewässern tödlich verunglückt. Die meisten davon in offenen Gewässern. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft mahnt zur Vorsicht.

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Tödliche Unfälle passieren in überwachten Bädern praktisch nie - im Gegensatz zu offenen Gewässern. (Symbolbild)

Tödliche Unfälle passieren in überwachten Bädern praktisch nie - im Gegensatz zu offenen Gewässern. (Symbolbild)

Keystone

Sobald die Temperaturen raufklettern, lockt der Sprung ins kühle Nass. Doch Vorsicht: tödliche Unfälle passieren vor allem in offenen Gewässern, wie die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (Slrg) in einer Mitteilung vom Freitag warnt. Von den 46 Menschen, die 2020 hierzulande ertrunken sind, starben 44 in offenen Gewässern.

Konkret verzeichnete die Slrg 25 Todesfälle in Flüssen und Bächen, 19 in Seen, sowie einen Todesfall im heimischen Pool und einen im Planschbecken. In überwachten Bädern gab es dagegen keine tödlichen Unfälle. Um weiteren Unfällen entgegenzuwirken will die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft weiter ihre Präventionsarbeit verstärken. Etwa mit einer breiteren Bekanntmachung der Slrg Bade- und Flussregeln.

Hoher Wasserstandspegel kann gefährlich sein.

Mit Blick auf die sommerlichen Temperaturen in den kommenden Tagen mahnen die Rettungsschwimmer zur Vorsicht. Sorgen bereiten ihnen vor allem die aktuell höheren Wasserstandspegel bei Fliessgewässern. Diese bedingten eine stärkere Strömung, Gewässertrübung und tendenziell tiefere Wassertemperaturen, heisst es. «Wir raten den Menschen, sich an sicheren Orten dem Wasserspass zu widmen – oder noch etwas zu warten», lässt sich Reto Abächerli, Geschäftsführer der Slrg zitieren.

Wer trotzdem nicht auf einen erfrischenden Schwumm verzichten will, soll dies im sicheren Rahmen tun, beispielsweise in der Badi, so die Slrg. (dpo)