Heisser Sommer erwartet: Zürich will Hitzebelastung vermindern

Diesen Sommer ist in Europa laut der Weltwetterorganisation (WMO) mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen zu rechnen. Derweil treibt die Stadt Zürich ihre Pläne für eine Hitzeminderung voran.

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Diesen Sommer ist nicht nur in der Stadt Zürich, sondern in ganz Europa mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen zu rechnen.

Diesen Sommer ist nicht nur in der Stadt Zürich, sondern in ganz Europa mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen zu rechnen.

Matthias Scharrer / LTA

(dpa/dpo) Aktuelle Klimaszenarien des Kantons Zürich zeigen, dass sich die Hitzetage künftig verdoppeln werde. Die Modellrechnungen der Weltwetterorganisation kommen zu einem ähnlichen Urteil. Demnach sei in den kommenden Monaten in Europa und dem Rest der nördlichen Hemisphäre mit überdurchschnittlich hohen Temperaturen zu rechnen, wie die Organisation am Dienstag schreibt.

Die globalen Durchschnittstemperaturen im Januar, Februar und März seien nach vorläufigen Auswertungen nahe am Rekordniveau gewesen. Der April sei so warm gewesen wie der wärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen, der April 2016. Angesichts der zu erwartenden heissen Sommermonate hat der Zürcher Stadtrat am Dienstag seine Pläne vorgestellt, wie er die Hitze reduzieren will.

Mit Grünräumen gegen Hitzebelastung

Die Fachplanung Hitzeminderung und deren Umsetzung bis 2023 verfolgt dabei drei Ziele, heisst es in einem Communiqué: die Hitzeminderung in der ganzen Stadt, die Entlastung in besonders belasteten Gebieten, sogenannten Hotspots, und die Erhaltung des Kaltluftsystems. Dazu seien drei Teilpläne erarbeitet worden. Die Stadt will sich beispielsweise verstärkt dafür einsetzen, dass der Zustrom kühler Luft nicht durch Bauten unterbrochen wird.

Zudem soll mit Bäumen, Grünräumen und Wasser die Hitzebelastung im Aussenbereich verringert werden. Beispiele solcher Massnahmen seien etwa das Wasserspiel auf dem Sechseläutenplatz oder die Fassadenbegrünung am Parkhaus Sihlcity.