Klimakompensation am Eidgenössischen: So umweltfreundlich war das Schwingfest

Das Eidgenössische Schwing und Älplerfest (Esaf) 2019 in Zug sollte klimaneutral durchgeführt werden. Ein neuer Nachhaltigkeitsbericht zeigt nun, ob dies den Organisatoren gelungen ist. 

Andrea Muff
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Zum ersten Mal wurde der ökologische Fussabdruck eines eidgenössischen Schwingfests gemessen.

Zum ersten Mal wurde der ökologische Fussabdruck eines eidgenössischen Schwingfests gemessen.  

Keystone

Das Zuger Organisationskomitee (OK) hat sich ein ambitioniertes Ziel gesteckt: Das erste klimaneutrale Eidgenössische Schwing- und Älplerfest zu organisieren. Nun liegt der Nachhaltigkeitsbericht der Grossveranstaltung vor. An einer Medienkonferenz am Donnerstagnachmittag bestätigte OK-Präsident Heinz Tännler: «Dies haben wir erreicht.»

Zum ersten Mal sei bei einem eidgenössischen Schwingfest der ökologische Fussabdruck berechnet und das ausgestossene CO2 über einen Nachhaltigkeitsfonds mit der Stiftung «myclimate» kompensiert worden, wie der Mitteilung zum Nachhaltigkeitsbericht zu entnehmen ist.

Erstmals Depot auf Glasflaschen

Gemäss Bericht wurde das Ziel von maximal 12'000 Tonnen CO2-Emissionen für das ganze Fest mit 8'787 Tonnen gar übertroffen. Im Durchschnitt hat jeder Esaf-Besucher 20,9 Kilogramm CO2 emittiert, gemäss der Nachhaltigkeitsstrategie wären 25 Kilo möglich gewesen. 

Auch bei der Abfallmenge erreichte der Anlass sein Ziel: Die maximal 400 Gramm Abfall pro Besucher und Tag wurden mit einer durchschnittlichen Menge von 300 Gramm unterschritten. Zum ersten Mal an einem Eidgenössischen wurde in Zug ein zudem Depot auf Glasflaschen und teilweise auf Plastikbecher erhoben.  Durch diese Massnahmen sind gemäss OK-Präsident Tännler 110'000 Franken in den Nachhaltigkeitsfonds geflossen.

Das Esaf in Zug war die schweizweit grösste Sportveranstaltung des vergangenen Jahres. Es zog 420'000 Besucher an, gerechnet hat das Organisationskomitee (OK) mit rund 350'000. Rund 59 Prozent der Besucher waren Männer, rund 41 Prozent Frauen. Rund 58 Prozent der erwachsenen Besucherinnen und Besucher waren älter als 40 Jahre.