Konsumenten bleiben auf Kosten von Veranstaltungstickets sitzen

Ticketkosten für abgesagte Veranstaltungen können normalerweise zurückgefordert werden. Wie eine Analyse von Comparis zeigt, übernehmen jedoch nur wenige Versicherungen die Rückerstattung.

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Das Openair St. Gallen und viele andere Festivals wurden abgesagt.

Das Openair St. Gallen und viele andere Festivals wurden abgesagt.

Keystone

(nst) Die Coronakrise trifft die Veranstaltungsbranche schwer. Viele Festivals, Messen oder Konzerte mussten verschoben oder abgesagt werden. «Die Organisatoren stehen grundsätzlich in der Pflicht, Tickets für abgesagte Veranstaltungen zu erstatten», lässt sich Comparis-Finanzexperte Frédéric Papp am Montag zitieren. Können sie die Ticketkosten nicht erstatten, komme allenfalls die Reiseversicherung zum Zug.

Bei diversen Versicherungen bleiben Kundinnen und Kunden aber auf der Strecke, wie das Online-Vergleichsportal Comparis schreibt. So würden AXA, Generali, Vaudoise und Allianz keine Ticketkosten übernehmen. Dies betreffe auch Kunden von Swisscard, deren Partner die Allianz Global Assistance ist. Die ERV gewähre zwar keine Rückerstattung, zahle aber bei einem Konkurs des Veranstalters. Dem gegenüber würden Helvetia, die Basler und die Zurich Versicherung den Kaufpreis erstatten, sofern das Ticket vor dem 13. März gekauft wurde. Die Mobiliar übernehme die Kosten, falls zum Buchungszeitpunkt die Durchführung der Veranstaltung sehr wahrscheinlich war.