Krankheitsfälle nehmen zu: Bund und ETH sagen Legionellen den Kampf an

In der Schweiz häufen sich die Fälle der Legionärskrankheit. Ein neues Forschungsprojekt des ETH-Wasserforschungsinstitus Eawag soll zeigen, wie man die Legionellen-Bakterien eindämmen kann. 

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So sehen die Bakterien in einem Duschschlauch unter dem Elektronenmikroskop aus. Auch Legionellen lagern sich gerne dort ab, wo es Wassertemperaturen zwischen 35 und 40 Grad gibt.

So sehen die Bakterien in einem Duschschlauch unter dem Elektronenmikroskop aus. Auch Legionellen lagern sich gerne dort ab, wo es Wassertemperaturen zwischen 35 und 40 Grad gibt. 

Frederik Hammes und ZMB, UZH

(agl) 2019 wurden 582 Fälle der Legionärskrankheit registriert, doppelt so viele wie im Jahr 2013, wie die Eawag am Dienstag mitteilte. Das Einatmen feinster Wassertröpfchen, die mit Legionellen kontaminiert sind, kann zu einer schweren Lungenentzündung führen. Bei fünf bis zehn Prozent der Betroffenen endet diese tödlich.

Der Bund fördert nun das vierjährige Forschungsprojekt «Legionellen-Bekämpfung in den Gebäuden» unter der Leitung der Eawag mit 2,5 Millionen Franken. Dampfbäder oder Duschen können zur Infektionsquelle werden, wenn sich Legionellen in den Warmwasserleitungen vermehren.

Nun wolle man unter anderem herausfinden, wie viele Legionellen im Duschwasser zu wie vielen Krankheitsfällen führen und wie man die Probenentnahme in den Installationen optimieren könne. Das neu erworbene Wissen will man anschliessend an Architekten, Fachplaner und Sanitär-Installateure weitergeben.