Vorteil Federer: Der Tennisstar macht laut Kommission keine Schleichwerbung

Der Schweizerische Konsumentenschutz hat zwei Entscheide der Schweizerischen Lauterkeitskommission erfolglos beanstandet. Gemäss der Kommission verletzten die bemängelten Influencer-Beiträge das Transparenzgebot nicht.

Drucken
Teilen
Auch ein Post von Roger Federer auf Instagram wurde vom Konsumentenschutz beanstandet.

Auch ein Post von Roger Federer auf Instagram wurde vom Konsumentenschutz beanstandet.

Ali Haider / EPA

(gb.) Bei den Rekursen des Konsumentenschutz geht es um Entscheide der Lauterkeitskommission zu Social-Media-Posts von Roger Federer, Xenia Tchoumi und Yolanda Neff. Der Konsumentenschutz hatte beanstandet, dass es sich dabei um Schleichwerbung handle. Die Schweizerische Lauterkeitskommission hat die Rekurse nun geprüft und abgewiesen, wie sie am Donnerstag in einer Mitteilung schreibt.

Beim Beitrag von Roger Federer habe es sich um ein professionelles Werbevideo gehandelt, auf dem das Logo seines aktuellen Sponsoring-Partners ersichtlich gewesen wäre. Es sei klar, dass Federer für den Markeninhaber warb, hält die Kommission fest.

Auch der Beitrag von Xenia Tchoumi sei eindeutig als Werbung zu erkennen gewesen, auch wenn die präsentierten Schmuckstücke nicht entsprechend gekennzeichnet waren. Im Fall von Yolanda Neff sah sich die Lauterkeitskommission gar nicht in der Rolle, erneut zu entscheiden. Denn die Mountainbike-Fahrerin habe die Beschwerde des Konsumentenschutzes von Anfang an akzeptiert, heisst es in der Mitteilung weiter.

Influencer-Unternehmer neu als Experte gewählt

Zusammen mit den Entscheiden teilte die Lauterkeitskommission zwei Neuzugänge bei den beratenden Expertinnen und Experten mit. Roman Gertsch, Mitgründer der Influencer-Agentur Kingfluencer, und Stefan Szabo vom Institut für Geistiges Eigentum (IGE) werden die Kommission neu fachlich unterstützen.