Nach Grossanlässe-Verbot: Konsumentenschutz ruft Veranstalter zu Kulanz auf

Nach dem per sofort vom Bundesrat erlassenen Verbot von Anlässen mit mehr als 1000 Besuchern ruft der Konsumentenschutz Veranstalter zur Kulanz auf. Bereits gekaufte Tickets sollen zurückerstattet werden.

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Muss abgesagt werden: Der Autosalon in Genf.

Muss abgesagt werden: Der Autosalon in Genf. 

Keystone

(sat) Der Bund trage laut Epidemiengesetz zwar keine Verantwortung für den wirtschaftlichen Schaden der Veranstalter. Dennoch gebe es eine Härtefallklausel für Betroffene, ruft die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) in einer Mitteilung vom Freitag in Erinnerung. «Veranstalter von Events, welche nun abgesagt werden, müssen Hand bieten zu Lösungen, welche nicht ausschliesslich zulasten der Konsumentinnen und Konsumenten gehen», fordert SKS-Geschäftsführerin Sara Stalder in der Mitteilung. Es könne nicht sein, «dass die Konsumentinnen und Konsumenten alleine für den Schaden geradestehen müssen».

Für den Fall, dass Veranstalter den Konsumenten nicht entgegenkommen, fordert Sara Stalder den Bundesrat in der Mitteilung dazu auf, «dafür zu sorgen, dass Lösungen gefunden werden, welche den Schaden nicht einzig den Konsumentinnen und Konsumenten aufbürdet.» Zudem ruft die Stiftung für Konsumentenschutz Betroffene, denen Veranstalter nicht entgegenkommen wollen, dazu auf, sich bei ihr zu melden.