Rega holte 50 Patienten in ihre Heimat zurück — teils in speziellen Schutzzelten

Bei der Repatriierung von Coronapatienten kam die 2015 entwickelte Patienten-Isolationseinheit zum Tragen. Damit wird das Risiko für Ansteckungen minimiert.

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Infektiöse Patienten werden mit einer speziellen Isolationseinheit transportiert.

Infektiöse Patienten werden mit einer speziellen Isolationseinheit transportiert.

Rega

(sku) In den letzten vier Wochen hätten eigene Flugzeuge über ein Dutzend Coronapatienten oder Verdachtsfälle in die Schweiz zurückgeholt, teilte die Rega am Freitag mit. Für die Organisation einiger Flüge habe sie sich aufgrund der erschwerten Reisebedingungen auf die Unterstützung des EDA verlassen können. Bei den Flügen sei die eigens für den Transport von infektiösen Patienten entwickelte Isolationseinheit zum Einsatz gekommen.

Der Patient wird dabei vor dem Einladen in den Ambulanzjet in einer Art Schutzzelt isoliert. Das verhindere das Risiko einer Ansteckung der Jet-Crew während des Flugs, schreibt die Rega. Als weiterer Vorteil müsse der Jet nach dem Transport nicht speziell gereinigt und desinfiziert werden, sondern stehe unmittelbar wieder zur Verfügung.

Weil die Zahl der Zelte begrenzt sei, würden einige infizierte Patienten auch ohne speziellen Schutz transportiert. Vor allem bei künstlich beatmeten Patienten könne eher darauf verzichtet werden, weil das geschlossene Beatmungssystem die Ansteckungsgefahr genügend minimiere. Insgesamt holte die Rega 50 Patientinnen und Patienten, die im Ausland verunfallt oder erkrankt waren, in ihre Heimat zurück.