Rund 2400 Menschen sterben in
der Schweiz bei Nichtbetriebsunfällen

Mehr als eine Million in der Schweiz wohnhafte Menschen verletzen sich in der Schweiz jedes Jahr bei Nichtberufsunfällen. Dies zeigt die Statistik der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).

Drucken
Teilen
Laut der BFU ist die Zahl der tatsächlich Verletzten im Strassenverkehr viermal höher als die 21'000 polizeilich registrierten Verletzten. (Symbolbild)

Laut der BFU ist die Zahl der tatsächlich Verletzten im Strassenverkehr viermal höher als die 21'000 polizeilich registrierten Verletzten. (Symbolbild)

Sarah Serafini

(dpo) Mehr als 37'000 Menschen verletzen sich bei Nichtbetriebsunfällen in der Schweiz schwer, 1350 Fälle münden in eine Invalidenrente und fast 2400 Unfälle enden tödlich. Insgesamt ereignen sich 85 Prozent der tödlichen Unfälle im häuslichen Umfeld und in der Freizeit. Dies geht aus einer Mitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) vom Dienstag hervor, die sich auf Zahlen aus dem Jahr 2017 beruht.

Der Sturz ist mit rund 1680 Opfern jährlich die häufigste Todesursache. Nach dem Sturz folgen Erstickungsunfälle mit rund 120 Todesfällen pro Jahr. Laut Mitteilung passiert sechs von zehn Mal der Unfall beim Essen. Bei fast drei Viertel dieser Fälle war das Opfer 65 Jahre alt oder älter. Dabei wird nur jeder zehnte Erstickungsunfall als solcher erkannt, so die BFU, obwohl die betroffene Person oft nicht alleine ist.

Im Strassenverkehr wurden ungefähr 21'000 Verletzte polizeilich registriert. Die BFU geht aber davon aus, dass die Zahl gemäss Hochrechnung in der Realität viermal höher ist. Dies liege vor allem an der grossen Differenz zwischen registrierter und geschätzter Verletzter bei den Velofahrern, die etwa eins zu zehn 10 betragen dürfte.