«Schal der Schande»: In der Schweiz wird mit illegaler Antilopenwolle gehandelt

Drei bis fünf bedrohte Tibetantilopen lassen für einen Schal aus Shahtoosh-Wolle ihr Leben. Allein im Dezember und Januar wurden in der Schweiz 69 solcher Schals beschlagnahmt. 

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Sterben für Schals: Die gefährdeten Tibetantilopen.

Sterben für Schals: Die gefährdeten Tibetantilopen. 

Keystone

(wap) Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen mitteilt, wurden in der Schweiz seit Anfang Dezember 69 Schals aus Shahtoosh-Wolle beschlagnahmt. Für die beschlagnahmten «Schals der Schande» seien insgesamt rund 300 seltene Tibet-Antilopen getötet worden. Diese sind vom Aussterben bedroht. Der Handel mit Shahtoosh-Wolle ist deshalb strengstens verboten.

Am Flughafen Belp wurde eine Frau mit elf solcher Schals erwischt, am Bergeller Grenzübergang Castasegna versuchte eine Frau sogar 15 Stück einzuführen. Ein Shahtoosh-Schal bringt auf dem Markt mehrere tausend Franken ein. Das Bundesamt will nun verstärkt auf Information und Prävention setzen.