Emmenbrücke
Tödlicher Unfall bei Rangierarbeiten: Untersuchung ist abgeschlossen

Bei Rangierarbeiten wurde ein Mann zwischen zwei Eisenbahnwagen-Puffern eingeklemmt und zog sich tödliche Verletzungen zu. Bei der Untersuchung konnten die Behörden keine technische Ursache finden.

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Auf diesem Gelände kam es zum Unfall.

Auf diesem Gelände kam es zum Unfall.

Keystone

Der abgekuppelte Wagen war ungenügend gegen Wegrollen gesichert. Zu diesem Schluss kommt die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) bei ihrer Beurteilung des tödlichen Unfalls in Emmenbrücke (LU) vom Oktober. Dabei geriet ein 55-jähriger Mann auf dem Swiss-Steel-Areal bei Rangierarbeiten zwischen zwei Eisenbahnwagen-Puffer und zog sich tödliche Verletzungen zu.

Warum der Wagen aber ungesichert war, kann die SUST in ihrem Bericht vom Mittwoch nicht abschliessend sagen: «Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der abgekuppelte Wagen ungebremst angetroffen wurde.» Es könne «vermutet werden», dass der Rangiermitarbeiter «aus nicht bekannten Gründen abgelenkt war und beim Entkuppeln das Sichern des Wagens mittels Abblasen der Hauptluftleitung und das damit einhergehende Aktivieren der Luftbremse unterlassen hatte», heisst es im Bericht.

Aus «der Art der Organisation des Betriebs, der Gestaltung von Vorschriften oder der technischen Funktion der Fahrzeuge» könne kein Beitrag abgeleitet werden, der einen «ungünstigen Einfluss» auf den Hergang des Unfalls hatte. Auch der Verstorbene habe über die erforderlichen Schulungen und Befähigungen verfügt. Er habe alleine gearbeitet und für sich selber entscheiden müssen,« bei welcher Distanz er gefahrlos zwischen den Fahrzeugen heraustreten konnte», so die SUST. (mg)

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