«Unverhältnismässig»: Konzertveranstalter kritisieren Verbot von Grossanlässen

Der Verband der Schweizer Konzert-, Show- und Festivalveranstalter wehrt sich gegen das Grossanlässe-Verbot. Die Veranstaltungsbranche wie auch viele Schweizer Künstler würden um ihre Existenz bangen.

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Ist zwar dein deutscher Künstler, darf aber am 11. März - vorerst - ebenfalls nicht auftreten im Hallenstadion in Zürich.

Ist zwar dein deutscher Künstler, darf aber am 11. März - vorerst - ebenfalls nicht auftreten im Hallenstadion in Zürich. 

Nadia Schärli

(sat) Der Veranstalterverband SMPA fordert darum am Dienstag, dass Veranstaltungen mit weniger als 1000 Gästen «schweizweit weiter durchgeführt werden dürfen». Und dies ohne unverhältnismässige und schweizweit einheitlichen Auflagen. Es dürfe nicht sein, dass derselbe Künstler im einen Kanton auftreten dürfe im anderen mit demselben Programm jedoch nicht. Zudem dürfe das Verbot nicht über den 15. Mai hinaus verlängert werden wenn sich die Situation nicht verschärfe, fordert der SMPA in einer Mitteilung.

Die Massnahmen zur Bekämpfung des neuartigen Corona-Virus trifft laut Veranstalterverband eine Branche, die aus Klein- und Kleinstunternehmen bestehe und wirtschaftlich betrachtet nicht viel Kraft habe. Darum fordert der SMPA auch, dass der Bund die finanziellen Auswirkungen durch das ausgesprochene Veranstaltungsverbot «rasch und unkompliziert» über einen Krisenfonds entschädige. Denn bereits sei auch der Ticketverkauf für künftige Anlässe eingebrochen.