Wassersportler sollen Ausrüstung waschen, um einheimische Gewässer zu schützen

Fischer und Wassersportler werden aufgefordert, Boote und Sportgeräte gründlich zu reinigen, wenn sie das Gewässer wechseln. So sollen sie verhindern, dass gebietsfremde Arten eingeschleppt werden.

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Werden Schiffe und Ausrüstung in verschiedenen Gewässern genutzt, können unbeabsichtigt fremde Arten eingeschleppt werden.

Werden Schiffe und Ausrüstung in verschiedenen Gewässern genutzt, können unbeabsichtigt fremde Arten eingeschleppt werden.

Pius Amrein

(agl) Taucher, Fischer oder Segler können unbeabsichtigt gebietsfremde Arten aus anderen Gewässern einschleppen, wenn diese als winzige Larven an Booten oder Ausrüstungsgegenständen haften bleiben. Wie das Zürcher Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) am Mittwoch mitteilt, können manche dieser eingeschleppten Arten, die sogenannten invasiven Neobiota, einheimische Arten und damit die Artenvielfalt gefährden.

Dies zeige zum Beispiel die starke Verbreitung der Schwarzmundgrundel im Rhein, die mittlerweile fast 90 Prozent der Fischfänge ausmacht. Oder gebietsfremde Muscheln wie die Körbchen- oder Quaggamuschel, die Wasserentnahmeleitungen verstopfen und einheimische Tiere vom Grund der Seen und Flüsse verdrängen.

Der weiteren Verbreitung solcher Arten könne man vorbeugen, schreibt das AWEL in seiner Medienmitteilung. «Boote und Ausrüstungen müssen direkt nach dem Auswassern sorgfältig gereinigt und getrocknet werden, wenn sie in verschiedenen Seen oder Flüssen verwendet werden». Eine Plakatkampagne an den Gewässern im Kanton Zürich soll Fischer und Wassersportler künftig dafür sensibilisieren.