Wegen Corona-Virus: Italien nimmt keine Asylsuchenden mehr zurück

In Italien breitet sich das Corona-Virus rasant aus. Darum will die italienische Regierung derzeit keine Asylsuchenden mehr zurücknehmen, deren Gesuche dort geprüft werden müssten. 

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Grenzübergang bei Chiasso.

Grenzübergang bei Chiasso. 

Keystone

(mg) Zehn Asylsuchende hätte das Staatsekretariat für Migration (SEM) in den nächsten Tagen nach Italien zurückführen wollen. Deren Asylgesuch wäre nach den Bestimmungen der Dublin-Verordnung durch Italien zu prüfen. Doch wegen dem Corona-Virus haben die italienischen Behörden dem SEM mitgeteilt, dass man derzeit keine Asylsuchende mehr übernehme, wie das SEM in einer Mitteilung vom Mittwoch schreibt.

Die Suspendierung dieser Übernahmen sollen dazu dienen, dass man weitere Massnahmen im Gesundheitsbereich vorzubereiten und umzusetzen könne. Die  Massnahmen seien aufgeschoben und die Asylsuchenden würden vorläufig in den Asylzentren des Bundes oder in kantonalen Strukturen verbleiben.