Wegen fehlenden Touristen: Mehr Schweizer unter Opfern von Bergunfällen

Während den Sommerferien kommt es in den Schweizer Bergen immer wieder zu Unfällen. Wie der Schweizer Alpen-Club feststellt, verunfallten dieses Jahr anteilsmässig mehr Schweizer als sonst.

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Alpinisten bei der Grünhornhütte SAC.

Alpinisten bei der Grünhornhütte SAC.

Keystone

(sku) Wie jeden Sommer locken die Schweizer Berge zahlreiche Touristen an – vor allem jetzt, da der Lockdown hinter uns liegt und die Sonne für schönes Wetter sorgt. Nur eines ist in diesem Jahr anders: Wegen des Coronavirus befinden sich unter den Wanderern und Bergsteigern weder Asiaten noch Amerikaner. Das spiegelt sich auch bei den Opfern von Bergunfällen: «Es sind mehr Schweizer betroffen», schreibt Fabienne Bögli vom Schweizer Alpen-Club (SAC) auf Anfrage von CH Media. Dies lasse sich dadurch erklären, dass die ausländischen Gäste eben weniger zahlreich seien und mehr Schweizerinnen und Schweizer als sonst ihre Sommerferien im eigenen Land verbrächten.

Eine besondere Zunahme der Unfälle in Bergen im Vergleich zur Ferienzeit früherer Jahre verzeichnet der SAC aber nicht. Nur während des Lockdowns, als viele Alpinverbände zum Verzicht auf Bergtouren aufriefen, habe es deutlich weniger Bergnotfälle und Unfälle gegeben.