Wetter beeinflusst Unfallstatistik in den Bergen: Deutlich weniger Einsätze der Rettungsdienste

Die Zahl der Bergrettungen sowie auch die Zahl der tödlichen Unfälle hat im vergangenen Jahr abgenommen. Dafür verantwortlich könnte die kürzere Trockenheit im Sommer gewesen sein.

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In den Schweizer Bergen sind weniger Personen verunglückt als im Vorjahr.

In den Schweizer Bergen sind weniger Personen verunglückt als im Vorjahr.

Keystone

(gb.) Laut dem Schweizer Alpenclub (SAC) mussten im vergangenen Jahr 2909 Personen in den Bergen gerettet werden. Das sind 300 weniger als noch im Vorjahr. Auch die Zahl der Todesopfer ist von 207 auf 177 gesunken – inklusive Todesfällen durch Erkrankungen wie Herz-Kreislaufprobleme.

Die Wetterverhältnisse seien ähnlich, wenn auch nicht gleich wie im Vorjahr gewesen, schreibt der SAC in einer Mitteilung. 2019 hätten etwa die Hitzeperioden weniger lang angedauert und die Trockenheit sei weniger ausgeprägt gewesen. Gemäss dem SAC haben deshalb weniger Bergtouren stattgefunden und damit auch die Zahl der Einsätze und Unfälle abgenommen. Insbesondere sind im vergangenen Jahr weniger Alleingänger verunglückt als im Vorjahr.

27 Tote bei Skitouren

Zu den gefährlichsten Bergsportarten gehört nach wie vor das Bergwandern mit 54 tödlichen Unfällen. Auf Skitouren starben im vergangenen Jahr 27 Personen. An dritter Stelle kamen die Hochtouren mit 18 Todesopfern.

Gemäss der Statistik des Alpenclubs sind die Opfer vorwiegend männlich und zwischen 30 und 40 Jahren alt. Ein Drittel und damit am meisten Unfälle ereigneten sich im Kanton Wallis, gefolgt vom Kanton Bern und Kanton Graubünden.