Zum Schulstart: Eltern sollen mit Kindern Schulweg üben und Auto zu Hause lassen

In einer Woche beginnt in vielen Kantonen wieder die Schule. Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) empfiehlt den Eltern von Erstklässlern, den Schulweg im Voraus rechtzeitig zu üben.

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Die Kinder sollten bereits vor Schulbeginn die schwierigen Stellen ihres Schulwegs kennen. (Symbolbild)

Die Kinder sollten bereits vor Schulbeginn die schwierigen Stellen ihres Schulwegs kennen. (Symbolbild)

Tom Ulrich

(agl) Der Schulweg eigne sich ideal, um das Verkehrsverhalten der Kinder zu trainieren, schreibt der VCS am Montag in einer Medienmitteilung. Kinder würden lernen, Gefahren einzuschätzen und Verkehrsregeln zu beachten. Diese Fähigkeiten benötigten sie schliesslich auch in ihrer Freizeit. Das Auto sollen Eltern dabei am ersten Schultag zu Hause lassen, rät der VCS. «Elterntaxis zu Schulbeginn sind vielerorts ein Phänomen», heisst es in der Mitteilung. Im Schulhausbereich würden diese die anderen Kinder jedoch durch gefährliche Fahr- und Wendemanöver gefährden. Zudem brächten Elterntaxis das eigene Kind «um wichtige Erfahrungen», schreibt der VCS.

Um den Schulweg für das Kind möglichst sicher zu gestalten, empfiehlt der Verkehrs-Club der Schweiz, den Weg im Voraus rechtzeitig zu üben und schwierige Stellen zu besprechen. Dabei soll nicht der kürzeste, sondern der sicherste Weg gewählt werden. Ebenfalls gelte es, immer genügend Zeit für den Schulweg einzuplanen, «damit das Kind nicht hetzen muss». Zudem gehören laut VCS Inlineskates oder Kickboards nicht auf den Schulweg.

Autofahrer müssen bei Kindern mit allem rechnen

Gemäss der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) verunfallen in der Schweiz jedes Jahr 950 Kinder bis 14 Jahre, die zu Fuss, mit dem Trottinett oder auf dem Velo im Strassenverkehr unterwegs sind. 40 Prozent der Unfälle passieren auf dem Schulweg. Die BFU spricht in ihrer aktuellen Kampagne derweil die Autofahrer an. Diese sollten bei Kindern im Strassenverkehr besonders aufmerksam sein und mit allem rechnen.

Insbesondere bei Kindern unter 10 Jahren sei das Gefahrenbewusstsein noch wenig entwickelt. Kleine Kinder hätten zudem alleine aufgrund ihrer Grösse ein eingeschränktes Blickfeld und könnten über Hindernisse nicht hinwegblicken. Zudem könnten sie Geschwindigkeiten und Distanzen noch schlecht abschätzen.